Papst Franziskus ist tot. Abergläubische Fußball-Fans erinnert der Tod des Argentiniers an eine ungewöhnliche Serie. Hat ein Fluch erneut zugeschlagen?
Avellino – Es ist geschafft. Der italienische Drittligist US Avellino besiegte Sorrento Calcio auswärts mit 2:1 und sicherte sich damit den Sprung in die Serie B. Für Fans und Verantwortliche ein Grund zur Freude. Doch könnte dies für die katholische Welt ein Anlass zur Trauer sein? Denn der Fußballklub aus Avellino wird von einer fast schon unheimlichen Serie, gar schon einem Fluch verfolgt: Fast immer, wenn die Italiener aufsteigen, stirbt ein Papst.
Auch in diesem Jahr forderte die wirkende Serie ein neues „Opfer“. Nur zwei Tage nach Avellinos Erfolg verstarb Papst Franziskus. Das Land und die christliche Welt sind erschüttert. Die Serie A sagte mehrere Spiele ab, was die Fans frustrierte, und auch die Sportwelt trauert. Die Abergläubischen könnten sich in ihrem Glauben derweil bestätigt fühlen.
Die unheimliche Serie begann 1958, als der Klub aus der Region Kampanien in die dritte Liga aufstieg. Im selben Jahr verstarb Papst Pius XII. Diese Koinzidenz wiederholte sich 1978 auf spektakuläre Weise, als Avellino erstmals in die Serie A aufstieg. In diesem Jahr starben die Päpste Paul VI. und Johannes Paul I., was dem Klub den Ruf einer unheilvollen Verbindung einbrachte, der bis heute anhält.
Serie um verstorbene Päpste reißt nur einmalig
Auch die folgenden Jahre blieben nicht verschont. 2005, als der polnische Papst Johannes Paul II. verstarb, gelang Avellino der Aufstieg in die Serie B. 2013, als Papst Benedikt XVI. als erster Papst der Neuzeit zurücktrat, feierte Avellino erneut an der Tabellenspitze – der nächste Aufstieg.
Nur in einem Jahr riss die kuriose Serie. Als Johannes XXIII. 1963 verstarb, stieg Avellino in die Serie D ab. Ein Jahr später folgte der direkte Wiederaufstieg, diesmal jedoch ohne Todesfall.
Meine News
Muss der Nachfolger von Papst Franziskus wegen Avellino besorgt sein?
Die Reaktionen auf die ungewöhnlichen Ereignisse sind vielfältig. Italienische Medien sprechen von einem „kuriosen Zufall des Fußballs“, während in den sozialen Medien zahlreiche Diskussionen und Spekulationen über diese Verbindung kursieren. Einige Fans sehen darin ein göttliches Zeichen, während andere es als reinen Zufall betrachten.
Wer auch immer als Nachfolger von Papst Franziskus gewählt wird, könnte den italienischen Fußballklub US Avellino besonders im Auge behalten. Franziskus selbst hatte vor einigen Wochen noch ein Trikot des Klubs signiert. Offenbar ohne schützenden Effekt. (fpt)