Genau 181.473 Euro an Spenden hat Prinz Ludwigs diesjähriger „Löwenmarsch“ von der Arena zu Kaltenberg bis in den Löwenhof von Schloss Hohenschwangau eingebracht. Jetzt mischt der Prinz auch im Filmbusiness mit.
Kaltenberg – Die erlaufenen Spendengelder des Löwenmarsches kommen dabei ausschließlich seinem Herzensprojekt „Learning Lions“ in Kenia zugute. Gemeinsam mit Gleichgesinnten ermöglicht der Ururenkel des letzten bayerischen Königs jungen Afrikanern unter anderem eine kostenlose Ausbildung in den Bereichen IT und Digitalisierung und damit eine berufliche Zukunft.
Prinz Ludwig und „Learning Lions“: Produzent des Films „NAWI“
Jetzt rückt der Campus in der abgelegenen Region Turkana in den Mittelpunkt der Filmwelt. Denn hier entstand mit Ludwig Prinz von Bayern, Katja Eichinger (Witwe des legendären Filmemachers Bernd Eichinger), Matthias Rosenberger (Jim Knopf) und Steven Haft (Club der toten Dichter) als ausführende Produzenten der bewegende Film „NAWI – Dear Future Me“. Und den schickt Kenia in der Kategorie „Bester internationaler Film“ ins Rennen um den heiß begehrten Oscar. Schafft er die Vorauswahl in die fünf final nominierten Filme, werden Prinz Ludwig & Co sowie die Regie-Brüder Tobias und Kevin Schmutzler aus Ingolstadt am 2. März 2025 im Dolby Theatre in Los Angeles vor Spannung zittern, wenn es endlich heißt „And the winner is …“.
Der Film, basierend auf tatsächlichen Begebenheiten, handelt vom Mädchen Nawi, das ihrer Zwangsheirat entfliehen will. Sie kämpft für ihr Recht auf Bildung und gegen ein System, in dem Töchter gegen Viehherden als Brautgeld getauscht werden. Die 14-jährige Hauptdarstellerin Michelle Lemuya Ikeny wurde in einer kenianischen Schule gecastet, die der Hilfsverein Nymphenburg gemeinsam mit den Sternstunden des Bayerischen Rundfunks gebaut hat. Sie war nicht nur die Klassenbeste, sondern entpuppte sich als ausgesprochen talentierte Darstellerin im Konflikt zwischen Tradition und Emanzipation.
Prinz Ludwig Mitproduzent von „NAWI“: Kandidat im Oscar-Rennen
Ludwig Prinz von Bayern: „Das Oscar-Rennen ist eine riesige Ehre für das gesamte Team und gleichzeitig eine große Chance. Sie gibt dem Film die Bühne, die wir brauchen, um für Millionen von Mädchen weltweit eine Zukunft ohne Zwangsehen zu fordern. Der Film ist der Beginn eines globalen Dialogs, der nicht enden darf bis sich die Lage grundlegend verbessert. Wir hoffen, die internationale Reise unserer Geschichte steht erst am Anfang.“ Viel Beifall gab es bereits bei der Premier Ende Oktober bei den 58. Internationalen Filmtagen in Hof.
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