Auf der jüngsten Marktgemeinderatssitzung wartete Bürgermeister Thomas Leinauer mit einem überraschenden Thema auf: die Verkürzung seiner Amtszeit.
Pfaffenhausen – Zwar sei er im März 2022 für sechs Jahre gewählt worden und könne damit noch bis zum 31. Juli 2028 im Amt bleiben, so Leinauer, jedoch wolle er den Antrag stellen, seine Amtszeit zu reduzieren. Der Bürgermeister begründete seinen Antrag damit, dass mit der Wiederwahl eines Bürgermeisters im März 2026 eine Anpassung an den Wahlturnus stattfinden könnte. Das führe auch zu einer Vereinfachung der Abläufe in der Verwaltung und bedeute eine personelle Entlastung, ergänzte er.
Bürgermeister von Pfaffenhausen reduziert freiwillig seine Amtszeit – Thomas Leinauer nennt Gründe
Vor allem reiche ein Wahlkampf aus, findet Leinauer. Durch die Reduzierung seiner Amtszeit könnte ein Wahlkampf für die Kommune und das Bürgermeisteramt – wie es sonst auch üblich ist – gleichzeitig durchgeführt werden, begründete der 43-Jährige sein Vorgehen im Rat. „Ich mache das Amt sehr gern, daher habe ich diesen Antrag gestellt.“ Die Marktgemeinderäte reagierten darauf mit lautstarkem akademischen Klopfen.
Gemeinwohl vor eigenem Interesse
Anja Faulhaber sagte, dass es Thomas Leinauer „hoch anzurechnen“ sei, dass er diesen Schritt gehen wolle und auch die Risiken dabei abgeschätzt habe. Rätin Stephanie Albrecht stimmte ihrer Vorrednerin zu: „Es ist schön, gemeinsam in eine Wahl zu gehen.“
Viel Respekt gegenüber dieser Entscheidung zollte Benjamin Scheifele. Man sehe daran deutlich, wie wichtig dem Bürgermeister der Gemeinsinn sei: „Thomas, du verlierst drei Jahre deiner Ansprüche, aber du stellst damit das Gemeinwohl in den Vordergrund.“
Alle Räte stimmten anschließend für den von Leinauer eingereichten Antrag.
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