Das Ziel ist Glasfaser in jede Wohnung

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Freuen sich über die Zusammenarbeit (v. li.): Johannes Gallitscher (Avacomm), Helmut Gallitscher (Avacomm), Ernst Dieckmann (Bürgermeister Reichersbeuern), Anton Margreiter (Bürgermeister Greiling) und Andreas Rammler (Bürgermeister Sachsenkam). © Arndt Pröhl

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Noch in diesem Jahr sollen in den VG-Gemeinden Reichersbeuern, Greiling und Sachsenkam die Tiefbauarbeiten für Glasfaser starten.

Reichersbeuern/Greiling/Sachsenkam – Es ist ein sehr großes Projekt, das die Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern angeht: der Ausbau des schnellen Internets. Wie laufend berichtet hat sich die VG entschieden, gemeinsam mit dem Holzkirchner Unternehmen „Avacomm“ in den drei Gemeinden Reichersbeuern, Greiling und Sachsenkam großflächig auf Glasfaser umzusteigen. Bei einem Pressetermin im Reichersbeurer Rathaus gaben die Beteiligten einen Überblick über den aktuellen Stand.

Seit über zehn Jahren sei das Thema aktuell in der Gemeinde, sagte Reichersbeuerns Bürgermeister Ernst Dieckmann. Um vorbereitet zu sein, wurden bei Straßenbauarbeiten stets Leerrohre mitverlegt. „Aber wir wollen natürlich nicht nur leere Plastikrohre haben, sondern auch Glasfaser drin.“ Nach längerer Suche sei der Kontakt zu „Avacomm“ entstanden. „Die Regionalität hat uns überzeugt“, betonte Sachsenkams Bürgermeister Andreas Rammler. Auch zeige sich das Unternehmen sehr präsent, sagte Anton Margreiter, Greilings Rathauschef. Positiv bewerteten die Bürgermeister die regelmäßigen Glasfaser-Sprechstunden, bei denen Bürger ihre Anliegen vorbringen können.

„Glasfaser hat anders als Kupfer keine unerwünschten Eigenschaften in der Signalwirkung“, erläuterte „Avacomm“-Geschäftsführer Helmut Gallitscher. Auch auf Entfernungen von 80 bis 120 Kilometer lässt die Reichweite nicht nach. Dazu komme, dass Glasfaser weniger störanfällig und energiesparender sei. Die Abschaffung des Kupfernetzes habe zwar noch nicht begonnen, „aber das Ende ist absehbar“, betonte Johannes Gallitscher, Leiter Expansion bei „Avacomm“. „Unser Ziel ist es, Glasfaser in die Wohnung von jedem Bürger zu bringen“, sagte er.

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Übrigens haben auch Mieter die Möglichkeit, einen Glasfaser-Anschluss zu bekommen. Ideal ist es, wenn man sich mit dem Vermieter einig ist. Tatsächlich gibt es sogar einen Rechtsanspruch, wenn die Wohnung im Ausbaubereich liegt. „Unser Ziel ist aber immer, miteinander zu reden“, sagte Johannes Gallitscher.

Wie geht es nun konkret weiter? Bis Ende Februar ist der Hausanschluss noch kostenlos, wenn ein Vertrag abgeschlossen wird. Danach werden Zeitpläne erstellt. Kostenlos könne es dann nur noch für Neubauten angeboten werden. Bis Mitte des Jahres laufen die Vorbereitungen. „In der zweiten Jahreshälfte wollen wir mit den Tiefbauarbeiten anfangen“, sagte Johannes Gallitscher. Das Ziel sei es, bis Ende 2026 fertig zu sein. Bevor die Baumaßnahmen beginnen, werde eine Baubegehung mit den jeweiligen Hausbesitzern erfolgen, die rechtzeitig informiert werden.

„Wir werden gemeinsam mit Avacomm darauf schauen, dass es dort, wo gegraben werden muss, möglichst wenige Beeinträchtigungen gibt“, versprach Dieckmann. Sein Kollege Margreiter ergänzte: „Uns Greilinger kann nichts mehr schocken. Wir hatten jetzt zwei Jahre lang Dauerbaustelle auf der Kreisstraße und der Sachsenkamer Straße.“ Rammler sagte, dass die Bürger rechtzeitig informiert werden. Außerdem sei abgesichert, dass immer ein Bauleiter vor Ort sei, den man ansprechen könne, wenn man beispielsweise dringend mit dem Auto an der Baustelle vorbeifahren müsse.

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