Kurz vor Saisonstart: Früher Winter am Sudelfeld verhindert Fertigstellung von Sonnenalm

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Eingespieltes Trio: (v.l.) Eigentümer Oliver Herbst, Gastronom Sven Horstmann und Projektsteuerer Norbert Lill vor der verschneiten Sonnenalm. © Privat

Fast wäre die neue Sonnenalm noch zur neuen Skisaison am Sudelfeld fertiggeworden. Doch der Schnee kam ein paar Tage zu früh. Die Betreiber freuen sich dennoch auf viele Gäste.

Bayrischzell – Geht es nach Oliver Herbst, hätte der Herbst noch ein paar Tage länger dauern können am Sudelfeld. Dann nämlich wäre es dem Eigentümer der Sonnenalm und seinem Team noch geglückt, die 1,8 Tonnen schwere Lüftungsanlage zur ansonsten bereits runderneuerten Hütte an der Familienabfahrt zu transportieren. Doch die heftigen Schneefälle ließen die in dieser Höhenlage eh schon kurze Bauzeit von weniger als sechs Monaten abrupt enden – und damit auch Herbsts Wunschtraum, die Gastronomie pünktlich zur am morgigen Freitag startenden Skisaison in Betrieb zu nehmen.

So bleibt es auch in diesem Winter beim Barbetrieb mit kleiner Karte auf der Terrasse, kündigt Herbst an. Das sei im vergangenen Jahr aber gut angenommen worden, berichtet Event-Gastronom Sven Horstmann. „Wir haben viele neue Stammgäste gewonnen und freuen uns mega auf die Saison.“ Und erst recht, wenn die „Hightech-Küche“ im modern ausgebauten Innenraum endlich in Betrieb gehen kann. Laut Herbst klappt das erst nach der Schneeschmelze, denn wegen ihrer Lage mitten auf der Skipiste sei die Sonnenalm bis auf Weiteres für größere Transporte nicht mehr erreichbar.

Material mit Radlader und Pistenraupe zur Alm transportiert

Trotz einsetzender Schneefälle habe man eh noch so viel wie möglich Material auf den Berg geschafft. Zunächst mit Radladern, später dank der „super kooperativen“ Bergbahnen auch mit der Pistenraupe. „Ein riesiger Aufwand“, betont Herbst. Trotz der erneuten Verzögerungen gelingt es ihm, die positiven Seiten des Schnees zu sehen. 70 Zentimeter der weißen Pracht seien vom Himmel gefallen, die ohne Unterlass laufenden, neuen Beschneiungsanlagen würden noch einiges oben drauf legen. Überhaupt sei es ein großer Gewinn für das gesamte Skigebiet, dass die Familienabfahrt rund um die Sonnenalm nach siebenjähriger Brache wegen eines Rechtsstreits heuer endlich wieder von den Brettlfans genutzt werden könne.

Noch nicht geklärt ist laut Herbst hingegen die juristische Angelegenheit um das ebenfalls in seinem Eigentum befindliche Tiroler Stüberl. Wie berichtet, will er hier ein Chalet mit Skibar mit dem Arbeitstitel Mondalm einrichten. Doch hier könne man erst loslegen, wenn die andere Sache abgeschlossen sei. „Frustrierend“, seufzt Herbst. Mut macht ihm hingegen, dass es gelungen ist, in nur einem Sommer den Neubau neben der Sonnenalm hinzustellen. Hier will der Eigentümer bekanntlich eine Betriebsleiterwohnung und einen Multifunktionsraum – beispielsweise für Veranstaltungen oder Ausstellungen – unterbringen. Das Obergeschoss und teilweise auch das Dachgeschoss der Sonnenalm hat sich derweil in eine Lodge mit vier Schlafzimmern verwandelt.

Eigentümer dankt Firmen und Projektsteuerer

Neben den am Um- und Neubau beteiligten Firmen aus der Region dankt Herbst vor allem seinem Projektsteuerer Norbert Lill. Der FW-Gemeinderat sei der Sonnenalm sehr verbunden, hatte einst sogar selbst mit einem Kauf geliebäugelt. Jetzt engagiere er sich gefühlt zu jeder Tages- und Nachtzeit, „diesen wunderbaren Standort in die Neuzeit zu transferieren“, schwärmt Herbst und gibt gern zu: „Ohne ihn ginge da oben gar nix.“

sg

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