Die Zentralverwaltung des Pflegesterns wird innerhalb Poings umziehen. Außerdem laufen erste Gespräche über mögliche Standorte in der Gemeinde Poing für ein weiteres Seniorenheim.
Poing – Die Zentralverwaltung der gemeinnützigen Pflegestern Seniorenservice GmbH wird voraussichtlich Ende 2024/Anfang 2025 aus dem roten Backsteingebäude an der Rathausstraße umziehen in die Gruber Straße 46. Konkret in Räume des dortigen großen Gebäudes an der Ecke Kirchheimer Allee, wo sich unter anderem das medizinische Labor Poing befindet. Hier habe man mehr Platz und größere Räumlichkeiten, die man dringend benötige, erläutert Pflegestern-Geschäftsführer Peter Haile. Unter anderem werde der Pflegestern nach dem Umzug Schulungs- und Konferenzräume in einer Größe haben, wie sie notwendig, aber derzeit nicht vorhanden seien. In der Zentralverwaltung sind laut Haile rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Poing: Umzug in die Gruber Straße
Der Geschäftsführer weiß, dass die Gebäude an der Gruber Straße 46 und 48 voraussichtlich in drei Jahren abgerissen und durch neue ersetzt werden. Hier plant der Grundstückseigentümer und Investor Arne Berger den Bau eines neuen Kleinzentrums mit rund 300 Wohnungen sowie Gewerbe, Büros und mehr (wir berichteten). Laut Haile werde die Pflegestern-Verwaltung dann in eines der neuen Gebäude umziehen.
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Als Arne Berger mit seinen Architekten Ulli und Sinus Bohnhoff in der Gemeinderatssitzung vergangene Woche das Großprojekt vorstellte, war auch die Rede davon, dass darin Räume für Seniorenpflege und -betreuung untergebracht werden könnten. Haile zufolge besteht in Poing großer Bedarf an Pflege- und Betreuungsplätzen, hierüber habe er sich bereits mit Berger unterhalten. Allerdings prüfe der Pflegestern derzeit mehrere Optionen für die Einrichtung von vollstationären Pflegeplätzen für Senioren.
Der Pflegestern betreibt in Poing das Seniorenzentrum an der Marktstraße sowie weitere Einrichtungen in Anzing, Grafing, Finsing und Oberding. Nachdem ein in Poing geplantes neues Seniorenzentrum wegen Rückzug des privaten Investors nicht zustande gekommen ist, sind Gemeinde Poing und Pflegestern seit Monaten auf der Suche nach Alternativen.