Die Frist der Steuererklärung für 2024 ist abgelaufen. Und schon ist eine perfide Betrugsmasche im Umlauf. Kriminelle haben es auf Steuerzahlende abgesehen.
Hamm – Die Steuererklärung ist endlich abgegeben, der Papierkram erledigt. Doch dann flattert eine E-Mail ins Postfach: „Offizielle Mitteilung“ vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Der Inhalt klingt bedrohlich – angeblich droht eine Einschränkung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Doch Vorsicht: Hier lauern Betrüger.
Aktuell warnt die Verbraucherzentrale vor der neuen Betrugsmasche. Dabei wirken die Nachrichten täuschend echt. Es ist von einer „offiziellen Mitteilung“ die Rede. Betroffene werden dazu aufgefordert, über einen beigefügten Link ein Portal zu öffnen und Unterlagen hochzuladen. Hintergrund ist angeblich die Überprüfung von Transaktionen.
Betrugsmasche nach Abgabe der Steuererklärung: Ein Detail überrascht Verbraucherschützer
„Besonders auffällig ist in diesem Fall die ausführliche und komplexe Begründung, die Sie zum Anklicken des Links bewegen soll“, so die Verbraucherzentrale. Denn in der Mail tauchen Paragrafen von Gesetzen und sogar ein vermeintliches Aktenzeichen auf. Aber es gibt drei entscheidende Hinweise, die auf den Betrug hindeuten: Laut Verbraucherzentrale sind die unpersönliche Anrede, die unseriöse Absendeadresse sowie der Link in der Mail.
Das Bundeszentralamt für Steuern weist darauf hin, dass Zahlungsaufforderungen beispielsweise nur per Post verschickt werden. Im Zweifel sollten Betroffene nicht reagieren und die Nachricht löschen. Auch anhand dieser Merkmale können Sie einen Betrugsversuch erkennen:
- Betroffene sollen den Link öffnen, um Zahlungen zu leisten oder Formulare auszufüllen.
- Zahlungen an ausländische Konten.
- Nachricht ist sprachlich fehlerhaft oder Fachbegriffe werden falsch verwendet.
- Kontaktdaten des Bearbeiters fehlen.
Steuerzahler im Visier von Betrugsmasche: Worauf Sie jetzt achten sollten
Verdächtige Mails können dem Bundeszentralamt für Steuern gemeldet werden. Dafür sollten Betroffene offizielle Kontaktwege nutzen. Wer bereits persönliche Daten preisgegeben oder Geld an die Betrüger gezahlt hat, sollte umgehend seine Bank sowie die Polizei informieren.
Immer wieder sind Betrugsmaschen im Umlauf. Erst kürzlich warnte das Landeskriminalamt wegen eines europaweiten Tricks. Kriminelle setzten hier Bargeld ein. Bei einem anderen Betrug waren Bankkonten von Volksbank-Kunden in Gefahr. (kas)