Achtspuriger Ausbau: So geht‘s weiter auf der A99

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Der Verkehr rollt in Fahrtrichtung Stuttgart schon über den neuen Asphalt an der Anschlussstelle Kirchheim. Derzeit wird am Mittelstreifen gearbeitet, weshalb die Autobahn beiderseits auf drei Spuren verengt ist. © Dieter Michalek

Der achtspurige Ausbau der A99 zwischen Aschheim-Ismaning und Kirchheim ist auf der Zielgeraden. Wie geht‘s dann weiter?

Der achtspurige Ausbau der A99 zwischen Aschheim und Kirchheim geht voraussichtlich bis Ende November. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, teilt die Autobahn GmbH des Bundes mit. „Alle Herausforderungen, wie Lieferengpässe, Preissteigerungen bei Baustoffen konnten bewältigt und der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden“, sagt Sprecher Josef Seebacher. Ergänzend würden auch Teilbereiche aus dem ersten Bauabschnitt mit erneuert. In den zweiten Bauabschnitt investiert der Bund 100 Millionen Euro.

Aktuell fließt der Verkehr auf der A99 bei Kirchheim auf je drei Fahrstreifen nach außen gedrückt, um im Mittelstreifen Arbeiten an der Entwässerung und den Betonschutzsystemen durchzuführen. Vorher waren auf dem überbreiten Mittelstreifen Stahlschutzplanken aufgestellt. „Jetzt werden auf stark befahrenen Autobahnen Betonschutzwände verwendet“, sagt Seebacher. „Sie haben eine höhere Durchbruchsicherheit. Folgekosten und Verkehrsbehinderungen sind geringer.“ Die Betonstücke wurden mit Baustoffen aufgefüllt, um diese zu recyclen sowie Transport- und Deponiekosten einzusparen. Seebacher: „Ein Großteil der vorübergehenden Stahlschutz㈠planken im Mittelstreifen wurden am Rand wieder eingebaut.“

In der ersten Maihälfte konnten die Bauarbeiter die drei Kilometer lange Fahrbahn in Richtung Stuttgart mit Lärmschutzbelag asphaltieren. Ab September werden der noch fehlende lärmmindernde Fahrbahnbelag in Fahrtrichtung Salzburg eingebaut. Restarbeiten und Baustellenabbau erfolgen voraussichtlich bis Ende November.

Die A99 verbindet die auf München zulaufenden Autobahnen und ist zentraler Bestandteil der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Bayerns. Darüber hinaus entlastet der Autobahnring die Stadt München von Durchgangsverkehr und ist vor allem in der Reisezeit mit bis zu rund 150 000 Fahrzeugen an einem Tag stark belastet. Um die verkehrliche Situation zu verbessern, wird mit dem Ausbau von sechs auf zukünftig acht Fahrstreifen die Kapazität des Autobahnrings erweitert. Temporär können die Fahrzeuge dann den Seitenstreifen befahren, sodass in den Hauptverkehrszeiten zehn Fahrstreifen – fünf in jeder Fahrtrichtung – zur Verfügung stehen.

Der Ausbau erfolgt abschnittsweise. Bis Ende 2019 wurde der erste Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim-Ismaning ausgebaut. Im aktuellen zweiten Abschnitt erfolgt bis Ende 2024 der Abschnitt zwischen Aschheim-Ismaning und Kirchheim. Derzeit stimmen sich die Autobahn GmbH, Kommunen und Behörden zum nächsten Ausbauabschnitt ab. Der dritte Teil betrifft Kirchheim bis Haar, einschließlich des überlasteten Autobahnkreuz München-Ost. Das Planfeststellungsverfahren will die Autobahn GmbH bis Anfang 2026 beantragen. Einen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht.

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