Zum zweiten Mal binnen einer Woche hat es im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz einen tödlichen Schusswaffengebrauch durch die Polizei gegeben. In Hilzingen (Landkreis Konstanz) starb am Nachmittag ein Mensch bei einem Polizeieinsatz. Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung, sagte ein Polizeisprecher am Abend.
Er nannte keine weiteren Details zu den Hintergründen, etwa zu Geschlecht, Herkunft oder Alter des Opfers. Das Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.
Polizei erschießt Mann in Konstanz: Er soll Auto mit Axt angegriffen haben
Der "Südkurier" nennt dagegen erste Details zu dem Fall. Demnach haben Augenzeugen gegenüber der Zeitung angegeben, dass der Erschossene zuvor mehrere Menschen bedroht und mit einer Axt auf ein Auto eingeschlagen haben soll. Darin saß dem Bericht zufolge ein Mädchen. Sie kam ohne Schaden davon. Während der Attacke auf das Auto sei dann auch der Polizeischuss gefallen.
Der Mann soll dem "Südkurier" zufolge bekannt gewesen sein für Ausraster, soll vor dem schließlich für ihn tödlichen Angriff bereits mehrere Jugendliche bepöbelt haben.
Erst am Mittwoch voriger Woche war in Schramberg im Kreis Rottweil ein Mann durch eine Polizeiwaffe ums Leben gekommen. Schramberg gehört ebenfalls zum Einsatzbereich des Polizeipräsidiums Konstanz.
Der 48-Jährige habe in Schramberg eine Schusswaffe in Richtung der Polizeibeamten gerichtet und diese auch auf mehrfache Anordnung nicht weggelegt, berichteten das LKA und die Staatsanwaltschaft Rottweil vor Wochenfrist. Der Mann sei zuvor von einer neurologischen Fachklinik in Rottweil als abgängig gemeldet worden. Beamte, die nach ihm gesucht hätten, hätten ihn im Garten seiner Wohnung in Schramberg entdeckt, wo er dann auch die Waffe auf die Polizisten gerichtet habe. Der 48-Jährige sei trotz direkt eingeleiteter Rettungsmaßnahmen durch Polizei und Rettungsdienst noch vor Ort gestorben.