Bei unseren Konzerten sage ich oft vor dem letzten Song: Die wichtigste Antriebskraft für Verbesserungen sind weder Parteien, noch Generäle, und auch nicht die Banken, sondern wir selbst sind es! Wir sind nicht Opfer unserer Zeit, die sich willenlos dem eigenen Schicksal ergeben, sondern wir nehmen es selbst in die Hand. Wir können unser Leben und unsere Verhältnisse selbst gestalten und beeinflussen.
Also, lasst uns dieses neue Jahr selbst gestalten (!), um den Weg aus diesem Labyrinth der Krisen zu finden.
„Liebe zum Gelingen“ wieder wachküssen
Die Mutigen werden die Chancen in diesem Systemversagen erkennen, aber für rückwärts drehende Uhren wird das noch jungfräuliche Jahr zur Folterkammer werden.
Anstatt Friedfertigkeit gilt jetzt „Kriegstüchtigkeit“, statt Pluralismus jetzt Cancel Culture von allen Seiten. Doch lasst uns besser gemeinsam in diesem noch unverbrauchten Jahr die „Liebe zum Gelingen“ wieder wachküssen.
Wir werden unermüdlich die Musik dafür schreiben als Soundtrack für eine menschlichere, friedliche, freie Welt.
Für eine Welt, in der Gier verachtet wird, in der nicht Rüstungskonzerne die Gewinner sind, die Tötungsmaschinen von Steuergeldern bauen. Dabei waren wir seit 1945 und besonders nach 1989, als der Eiserne Vorhang ohne einen einzigen Schuss fiel, davon überzeugt, dass Krieg, Töten und Zerstören nie wieder Mittel für die Durchsetzung von politischem Willen sein darf. Auch wenn Putin uns tragischerweise seit Jahren zeigt, dass er das anders sieht, dürfen wir ihm bei diesem epochalen Sinneswandel nicht folgen.
Steuergelder müssen in Bildung investiert werden
Gerade in einem rohstoffarmen Land wie unserem müssen die Steuergelder statt in Kriegswirtschaft erst recht in Bildung investiert werden. Für eine Bildung, die unabhängig von soziokultureller und sozioökonomischer Herkunft ist.
lch glaube an unsere Demokratie und habe die naive, optimistische „UTOPIA FOR REALISTS”, dass Versprechen vor den Wahlen, auch danach noch verbindlich sind.
Glaubwürdigkeit kann nicht durch immer neue Schulden, die wir zu „Sondervermögen“ verklären, wiederhergestellt werden. Es kommen jetzt anstrengende Herausforderungen auf uns zu, nach dem „Herbst der Reformen“, der nach einem Sommer hätte kommen sollen, in dem wir alle schon „die Verbesserungen gespürt“ haben (sollten)?
Oder haben wir vielleicht die Verbesserung der allgemeinen Stimmung doch nicht gespürt?
„Das Betriebssystem unserer Gesellschaft braucht jetzt eine Rundum-Erneuerung“
Unser Boot ist fragil. Kommen wir damit auch durch schwere Stürme? Es wird kein gelassenes Jahr werden, also lasst es uns beherzt angehen! Wir spielen die Musik dazu, denn das Betriebssystem unserer Gesellschaft braucht jetzt eine Rundum-Erneuerung.
Das packen wir nur zusammen: YOUNG REBELLS & OLD REBELLS gemeinsam. Der abgewählte Bundestag hat unserer Regierung eine Billion Schulden genehmigt, die unsere Enkel zurückzahlen müssen.
Jetzt müssen der Maschinenraum und der Kontrollturm unserer Wirtschaft mit der Berliner Kapitänsbrücke zusammen wirken für die Menschen. Und deren Sorgen verstehen und Lebensrealitäten berücksichtigen.
Eine gute, mit Führungskompetenz geleitete Regierung nutzt ihr Mandat für die Gestaltung überfälliger und auch versprochener Reformen.
Kompromiss notwendiger Usus in einer Demokratie
Unser Kanzler hat in seiner Neujahrs-Ansprache kraftvoll unter Beweis gestellt, dass er keine Erkenntnisdefizite hat, und wir werden sehen, ob auch Bärbel Bas inspiriert von dieser Kanzler-Rede mit einem Erkenntnisgewinn ins neue Jahr startet, oder ob sie noch immer die Unternehmer bekämpfen will, die doch unseren wirtschaftlichen Abstieg stoppen sollten.
lch hoffe auf Entschiedenheit, Klarheit, aufrichtige Ehrlichkeit, Commitment, Tragen von Verantwortung und, dass mit geschärften Positionen Mehrheiten organisiert werden, wie es selbst ein Klassensprecher oder ein Bandleader auch immer schon tun mussten.
Kompromiss ist kein Zeichen von Schwäche, sondern notwendiger Usus in einer Demokratie. Aber lähmende, faule Kompromisse sind die Geburtshelfer von destruktiven Fehlentwicklungen und zudem Aufputschmittel für diejenigen, die nicht so gut mit uns meinen.
Wir – die urbane, kosmopolitische, akademische, liberale Elite – haben uns zu oft in unseren Echokammern als Komfortzone eingerichtet und uns zu wenig mit den tatsächlichen Lebensrealitäten der Mehrheit beschäftigt. So entsteht eine Repräsentationslücke, in die Ängste strömen und diese Stimmen wollten wir in unserer Filterblase nicht wahrnehmen.
Let's ROCK 2026!