Na also – das geht doch mit der Transparenz! Zusammen mit der Jahresrechnung für 2023 hat die Verwaltung eine umfassende Aufstellung zu wichtigen Investitionen der Gemeinde Denklingen vorgelegt. Exakt auf Euro und Cent und zudem so aufgelistet, dass alle Projektfinanzierungen über mehrere Jahre nachzuverfolgen sind.
Denklingen – Auf Bürgerversammlungen kam 2022 und 2023 wiederholt die Nachfrage, was denn das Bürger- und Vereinszentrum (BVZ) in Denklingen summa summarum gekostet habe. Ein Bürger aus Epfach wollte das genau wissen. In der Antwort des Bürgermeisters Andreas Braunegger war zwischen 16 und 17 Millionen Euro die Rede – eine Summe, die bisher nur selten öffentlich genannt wurde.
Nunmehr steht genau fest, was für das Bürger- und Vereinszentrum inklusive Grunderwerb ausgegeben wurde. Es sind 17,689 Millionen Euro. Der erste kleine Betrag davon war schon im Jahr 2014 eingestellt (knapp 10.000 Euro). Im vergangenen Jahr (2023) war noch eine Zahlung von knapp hunderttausend Euro eingetragen. Die größte Ausgabe wurde mit 6.9 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2021 getätigt, als das BVZ im November offiziell eröffnet wurde.
Die Gemeinderäte haben in der September-Sitzung die Jahresrechnung 2023 gebilligt. Nun befasst sich noch der Rechnungsprüfungsausschuss mit den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Außerdem wird der Rechenschaftsbericht 2023 auf den Internetseiten der Gemeinde Denklingen veröffentlicht.
Kleine Premiere
Die Jahresrechnung für 2023 ist die erste, die von Kämmerer Markus Breibinder ausgearbeitet wurde. Er hat sein Amt Mitte vergangenen Jahres angetreten – ebenso wie Geschäftsleiterin Birgit Jost. Beide waren schon zuvor in der Gemeindeverwaltung beschäftigt.
Die Jahresrechnung der Gemeinde für das Jahr 2023 schließt mit 26,2 Millionen Euro. Für eine Gemeinde mit knapp 3.000 Einwohnern ist das ein hohes Volumen. Im Gegensatz dazu fällt das Finanzpaket heuer deutlich geringer aus. Da sind es im Haushaltsansatz 19 Millionen Euro an Einnahmen und Ausgaben.
Bei der Jahresrechnung angeheftete ist – in digitaler Form – auch eine Aufstellung über Investitionen 2023. Ebenso sind aber die Investitionen zu Projekten über mehrere Jahre aufgeführt. Neben dem BVZ ist das z.B. der Neubau des Rathauses im früheren Gasthof Hirsch für 5,8 Millionen Euro, wobei sich die Zahlungen ebenfalls über neun Jahre erstreckt haben. Der Dorfplatz mit den Außenanlagen am Rathaus kostete 3,78 Millionen Euro. Weitere Millionenprojekte waren die neue Wasserversorgung, die Kindertagesstätte sowie die Wohnbaugebiete Unter der Halde und am Hinterberg sowie das Gewerbegebiet Egart II östlich der Bahnlinie.