Die Formel 1 würde gerne wieder ein Rennen in Deutschland fahren. Am Hockenheimring hört man das gerne. Was jetzt geplant ist.
HockenheimLondon – 2020 gastierte die Formel 1 mitten in der Corona-Pandemie für den Eifel Grand-Prix auf dem Nürburgring. Es sollte das vorerst letzte Rennen in Deutschland sein. Seither hoffen die Motorsportfans hierzulande auf ein Comeback der Königsklasse – und das ist gar nicht mehr so unwahrscheinlich.
Der Hockenheimring beschäftigt sich intensiv mit dem Thema, wie Geschäftsführer Jorn Teske auf Anfrage von IPPEN.MEDIA bestätigte. Die jüngsten Aussagen von Stefano Domenicali, dass die Formel 1 gerne wieder in Deutschland fahren würden, habe man „mit großer Freude zur Kenntnis genommen“, erklärte er.
Hockenheimring arbeitet am Formel-1-Comeback
Teske betont: „Auch unsererseits besteht Interesse, gemeinsam an diesem Thema zu arbeiten.“ Das liegt auch an den neuen Gesellschaftern der Traditionsstrecke. Diese seien „allesamt Petrolheads“ und verfügen als erfolgreiche Geschäftsleute über ein weitreichendes Netzwerk, wie der 51-Jährige dem SID erklärte.
Der Hockenheimring nehme daher die positiven Signale der Motorsport-Königsklasse auf. In den kommenden Gesprächen mit der Formel 1 wolle man nun „ein Grundverständnis über die Anforderungen sowie Chancen und Risiken mit der Formel 1 gemeinsam diskutieren“, so Teske gegenüber IPPEN.MEDIA.
Der Geschäftsführer des Hockenheimrings macht zudem klar: „Für eine Rückkehr könnten wir schnell bereitstehen, zumal wir über den FIA Grade 1 Status verfügen.“ Jedoch sei es wahrscheinlicher, dass es noch etwas dauert, bis die Königsklasse wieder in Baden-Württemberg gastiert, da vorher noch einige Hürden im Bereich der wirtschaftlichen Durchführbarkeit zunehmen seien.
Neben dem Hockenheimring soll auch Barcelona an einem Verbleib im Kalender interessiert sein. Gleiches gilt auch für Strecken aus Portugal und der Türkei sowie den Kayalami Grand Prix Circuit in Südafrika. Und auch das Königreich Thailand strebt nach einem Formel-1-Rennen in der Hauptstadt Bangkok.
Die Konkurrenz für den Hockenheimring ist also groß und der Kalender der Königsklasse soll nicht auf mehr als 24 Rennen anwachsen, wie Domenicali jüngst versprach. „Angesichts der Vielzahl von interessierten Formel 1-Strecken gehen wir bei einer Austragung ohnehin davon aus, dass diese in einem Rotationsmodell durchgeführt würde“, betont Teske. (smo)