Maisachs Senioren wollen sich zusammenschließen. Ziel: Gegenseitige Hilfe.
Der Verein Initiative 60plus hatte ins Bürgerzentrum Gernlinden zu einer Infoveranstaltung über „Sorgende Gemeinschaften“ eingeladen. Über 70 Interessierte kamen. „Das ist ein großer Erfolg“, sagte Hartmut Hombach, Gemeinderatsmitglied und Initiator von 60plus. „Mit so viel Interesse haben wir nicht gerechnet.“
Referentin Cornelia Coenen-Marx erläuterte, dass man sich davon verabschieden sollte, feste Vorstellungen vom Alter zu haben. Wichtig sei, ein Unterstützungsnetz für sich zu schaffen. Sorgende Gemeinschaften können dazu beitragen, das Miteinander in der Nachbarschaft zu verbessern und ein Netz von Geben und Nehmen zu aufzubauen.
Beispiel aus Landsberg
Pajam Rais Parsi vom Landratsamt Landsberg – dort beschäftigt man sich bereits mit Sorgenden Gemeinschaften – führte aus, dass der Mangel an Pflegekräften eklatant sei: 2029 werde die Zahl der Pflegefachkräfte, die in Rente geht, die Zahl der Nachrücker übersteigen. Und die Pflege zu Hause gehe zurück. Deshalb baue der Kreis Landsberg ein Pflegenetz mit Sorgenden Gemeinschaften auf. Menschen im kleinräumigen Quartier werden gegen Bezahlung Unterstützungsleistungen erbringen. Um diese abrechnen zu können, gründet der Landkreis einen Pflegedienst.
In Maisach hat sich eine Sorgende Gemeinschaft mit 20 Mitgliedern gegründet. Sie legen nun fest, wie sie sich gegenseitig helfen können. Als Regeln wurden schon festgelegt, dass Geben und Nehmen ohne Geld ablaufen soll. Zudem geht es nicht um Pflegetätigkeiten.