Betrugsmasche: Polizei überführt „gestrandete Touristen“

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Die Polizei Bad Wiessee entlarfte zwei Anhalter als Betrüger. (Symbolbild) © David Inderlied

Zwei gestrandete Touristen stellten sich als Betrüger heraus: Die Nürnberger gaukelten vor, sich in einer Notlage zu befinden und baten um Geld. Die Polizei Bad Wiessee warnt vor Betrugsmaschen.

Waakirchen – Auf frischer Tat ertappten Beamte der Polizeiinspektion Bad Wiessee zwei Betrüger in Waakirchen. Am Freitag gegen 12 Uhr parkte ein BWM auf der Verbindungsstraße zwischen Finsterwald und Hauserdörfl. Die beiden Insassen aus Nürnberg versuchten diverse Verkehrsteilnehmer anzuhalten.

Ein 57-jähriger Waakirchner hielt schließlich an, weil er dachte, die 19 und 20 Jahre alten Männer mit rumänischer Staatsbürgerschaft befänden sich in einer Notlage. Der 19-Jährige fragte den Waakirchner nach Geld für Benzin, da er keinen Tank mehr habe und dringend weiterfahren müsse. Der Waakirchner wollte mit einem geringen zweistelligen Betrag aushelfen, damit gab sich der Beschuldigte aber nicht zufrieden und verlangte einen höheren Betrag. Der 57-Jährige übergab schließlich einen mittleren zweistelligen Betrag, der die Männer noch nicht zufriedenstellte.

Polizei warnt: Notlage war nur vorgetäuscht

Eine zivile Streife der Polizei, die zwischenzeitlich von Unbeteiligten alarmiert worden war, konnte noch rechtzeitig einschreiten und stellte die Betrüger. Die Beamten stellten fest, dass die Notlage nur vorgetäuscht war: Die Tankanzeige des Pkw zeigte noch mehr als genug Reichweite an. Der Waakirchner bekam sein Geld wieder zurück.

Die beiden Anhalter erwartet nun ein Strafverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges. Wie die Polizei mitteilt, ist dies eine derzeit gängige Betrugsmasche. Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, sollte nicht zögern, mit der örtlichen Polizeiinspektion Rücksprache zu halten.

sf

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