Gastronom Hong Linh Tran eröffnet Mitte Januar ein neues vietnamesisches Lokal in ehemaliger „Post“.
Gauting – In neuem Glanz erstrahlt das ehemalige „Victor‘s“ an der Münchener Straße in Gauting: Am kommenden Dienstag, 16. Januar, um 11 Uhr eröffnet Gastronom Hong Linh Tran im Traditionsgasthaus „Post“ sein Restaurant „Havy“ mit vietnamesischer Küche und Sushi-Spezialitäten – auch zum Mitnehmen.
„Havy“ prangt in goldenen Lettern auf dem roten Sonnensymbol: Gastronom Hong Linh Tran hat sein neues Lokal nach seiner Tochter benannt. Zehn Angestellte, aber auch der Chef selbst, packen beim Schleppen von Material- und Weinkisten an. Die Wände sind rauchblau getüncht, die mit Holz verkleidete Bar wurde mit Sitzplätzen erweitert. Richtung Innenhof, der „irgendwann“ noch mit Springbrunnen und Pflanzen wie Bambus hübsch gestaltet werden soll, gibt‘s ein gemütliches Separée mit großem Holztisch und Bank für kleinere Gesellschaften, erläutert Hong Linh Tran. Insgesamt 90 Sitzplätze stehen im Lokal zur Verfügung, weitere 90 draußen im bereits vom Vorgänger ansprechend gestalteten Biergarten mit gemütlicher Lounge. „Keine Probleme“ hatte er bei der Personalfindung, betont Hong Linh Tran. In München betreibt der Chef des „Havy“ bereits das „Asia Gourmet“ am Hauptbahnhof.
Am Herd seines Gautinger Lokals wird Koch Than Ha Le stehen, sagt der 44-jährige Gastronom. Auf der Speisekarte stehen Sushi, aber auch traditionelle vietnamesische Gerichte – wie die „Sommerrollen“ aus gewickeltem Reispapier mit frischen Kräutern und Dips, die der Gast selber rollt. „Alle Speisen sind auch zum Mitnehmen“, erklärt Hong Linh Tran, der seit 1999 in Deutschland lebt.
Bis auf Montag ist das Lokal durchgehend von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr offen. Miteigentümer Rudolf Haller freut sich sehr, dass ein Asiate das Gasthaus „Post“ wieder zu neuem Leben erweckt. Um 1900 war die „Post“ im Eigentum des legendären Villenkolonie-Gründers Georg Hiltl. Laut Ortschronist Karl Mayr traf sich im Gasthof „die bäuerliche und bürgerliche Bevölkerung“. Doch im Gegensatz zum längst abgerissenen Würmbad ist die ehemalige „Post“ auf der Ostseite der Würmbrücke noch weitgehend im Original erhalten.
VON CHRISTINE CLESS-WESLE
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