Ein spektakulärer Fahrzeugbrand beginnt mit einem verdächtigen Geräusch und endet mit einer umfassenden Erdreich-Sanierung. Die Feuerwehr Gelting muss mit großem Aufwand löschen.
Gelting – Ein technischer Defekt führte am Donnerstagmittag zu einem spektakulären Fahrzeugbrand auf der Staatsstraße 2332 bei Gelting (Gemeinde Pliening) im Landkreis Ebersberg. Was mit einem ungewöhnlichen Geräusch begann, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Vollbrand, der nicht nur das Fahrzeug zerstörte, sondern auch Umweltschäden verursachte.
Der 33-jährige Fahrer des Mercedes der Baureihe 212 reagierte laut Polizei, als er während der Fahrt von Gelting in Richtung Markt Schwaben verdächtige Geräusche aus dem Motorraum wahrnahm. Er lenkte sein Fahrzeug in eine Einbuchtung an der Staatsstraße und stellte bei der Kontrolle fest, dass sich im Motorraum bereits ein Brand entwickelt hatte.
Dramatischer Löscheinsatz unter erschwerten Bedingungen
Die am 19. Juni um 12.13 Uhr alarmierte Feuerwehr Gelting traf nach eigener Mitteilung an der Einsatzstelle in der Geltinger Au auf ein bereits in voller Ausdehnung brennendes Fahrzeug. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Brandbekämpfung unter Atemschutz. Erst durch den Einsatz eines C-Rohrs und Schwerschaum gelang es den Feuerwehrleuten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt war der Mercedes bereits zur Hälfte ausgebrannt.
Umweltschäden erfordern aufwendige Sanierungsmaßnahmen
Der Einsatz entwickelte sich zu einem umweltrelevanten Zwischenfall, teilen die Einsatzkräfte übereinstimmend mit: Während der Löscharbeiten wurde festgestellt, dass Betriebsstoffe aus dem Verbrenner-Fahrzeug ausgetreten und bereits ins Erdreich eingesickert waren. Dies machte die Einbindung des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Landratsamts Ebersberg erforderlich. Um weitere Umweltschäden zu verhindern, wurden sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Einsatzkräfte banden die ausgelaufenen Flüssigkeiten mit Ölflies, dennoch wird laut Feuerwehr eine Sanierung des kontaminierten Erdreichs durch eine Fachfirma notwendig.
Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Staatsstraße 2332 im betroffenen Bereich vollständig gesperrt werden. Der Autofahrer hatte Glück im Unglück und blieb bei dem Vorfall unverletzt. Momentan deutet alles auf einen technischen Defekt die Ursache für den folgenschweren Fahrzeugbrand hin.