Peter Felbermeier zieht sich zurück

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Neuer Kandidat: Die CSU Haimhausen hat Josef Heigl junior zum Bürgermeisterkandidaten (3.v.r.) nominiert. © nb

Die CSU Haimhausen nominiert Josef Heigl junior als Bürgermeisterkandidaten.

Die CSU Haimhausen hat Tatsachen geschaffen. Bürgermeister Peter Felbermeier (56) tritt bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr an, und Josef Heigl junior soll sein Nachfolger werden.

In 62 Jahren Bestehen des CSU-Ortsverbandes Haimhausen stellte die Partei 47 Jahre lang den Bürgermeister. Davon entfallen 18 Jahre auf Torsten Wende und 17 Jahre auf den aktuellen Rathauschef Peter Felbermeier, der im kommenden Jahr Schluss machen wird. Die CSU-Tradition im Rathaus soll nun Josef Heigl junior fortsetzen.

Zu der Nominierungsversammlung der CSU Haimhausen im Saal der Kulturkneipe war reichlich Partei-Prominenz gekommen – mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath, Landrat Stefan Löwl, Bezirksrätin Stephanie Burgmaier sowie mehreren Bürgermeistern. Sie alle waren aber erst einmal das Publikum bei einer der schwersten Reden im Leben von Peter Felbermeier (56). Er erklärte seine Nicht-Kandidatur („Für die meisten ist das nicht die große Überraschung“) und begründete den Schritt damit, dass er intensiv in seinen Körper hineinhört und vieles schwerer falle. Deshalb wolle der in der Nachbargemeinde Hebertshausen lebende Felbermeier nicht noch einmal für sechs Jahre antreten: „Diese Entscheidung ist mir schwerer gefallen als die zur Kandidatur vor 18 Jahren. Ja, es war die schwerste Entscheidung meines Lebens.“ Felbermeier war bei der Rede den Tränen nahe und emotional wie nie zuvor. Mit dem Abschied als Bürgermeister endet für ihn auch die Kommunalpolitik. Der Noch-Bürgermeister wird nicht mehr für den Kreistag kandidieren und deutet an, künftig mehr Zeit für die Familie und ein Ehrenamt zu haben.

Für die 23 Personen des erweiterten Vorstandes der CSU Haimhausen sprach Anton Rottmair und schlug den Fraktionsvorsitzenden Josef Heigl junior als Bürgermeisterkandidat vor. „Er ist zuverlässig, erfahren und sozial kompetent“, sagte Rottmair. Heigl gehört dem Gemeinderat seit 2020 an und ist quasi Nachfolger von seinem Vater Josef Heigl senior, der 36 Jahre Gemeinderat war.

Der Kandidat vernahm die Hymnen lächelnd („So wie heute wurde ich noch nie gelobt“) und stellte sich vor. Mit 38 Jahren hat er das Potenzial, wie seine Vorgänger 18 oder 24 Jahre lang das Amt auszuüben. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau Karin drei Kinder (4, 7, 8). Heigl ist Wirtschaftsingenieurt, arbeitet in der Autobranche und bewirtschaftet mit dem Vater nebenbei den heimischen Hof. Er ist Feuerwehrkommandant in Amperpettenbach, Fraktionsvorsitzender der CSU im Gemeinderat und im Ortsverband seiner Partei stellvertretender Vorsitzender.

Der auserkorene Kandidat der CSU Haimhausen ist der vierte Josef Heigl. Der Ortsvorsitzende Rupert Deger witzelte, „dass die Familie Heigl ein wunderbares Beispiel für gelebte Integration in der Gemeinde ist. Die Heigls leben nämlich erst seit 1905 in Amperpettenbach.“ Bürgermeister Peter Felbermeier empfahl seinen potenziellen Nachfolger („Ein prädestinierter Kandidat“). Bei der schriftlichen Abstimmung der Mitglieder bekam Josef Heigl junior 34 Ja- und eine Nein-Stimme.

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