Zölle und China: Milliarden-Debakel bei Mercedes – Gewinn bricht um die Hälfte ein

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Mercedes-Benz meldet für 2025 einen Gewinneinbruch um 49 Prozent. Umsatz und Absatz sinken, vor allem in China gerät das Geschäft stark unter Druck. Auch die Zölle wirken sich aus.

Stuttgart – Der Gewinn des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz brach im vergangenen Jahr um fast die Hälfte ein. Das Konzernergebnis sank 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. „Von einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität“ seien die finanziellen Ergebnisse getragen, erklärte Mercedes-Chef Ola Källenius. Die Zahlen fielen im Rahmen der Prognosen aus.

Die Verkaufszahlen spiegeln den Abwärtstrend bei Mercedes wider.
Die Verkaufszahlen spiegeln den Abwärtstrend bei Mercedes wider. © Bernd Weißbrod/dpa

Mercedes-Gewinn bricht um fast die Hälfte ein – China-Geschäft dramatisch eingebrochen

Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China belasteten die Ergebnisse erheblich. Der Umsatz ging um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück, während das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sogar um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro sank. Kosteneinsparungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte kompensierten zumindest einen Teil dieser negativen Entwicklung.

Die Verkaufszahlen spiegeln den Abwärtstrend wider. Insgesamt setzte Mercedes im vergangenen Jahr rund 2.160.000 Pkw und Vans ab. Der Pkw-Absatz schrumpfte um neun Prozent auf etwas mehr als 1,8 Millionen Fahrzeuge. Besonders dramatisch entwickelte sich das Geschäft in China, wo der Rückgang 19 Prozent betrug. Dennoch bleibt das Land mit einem Anteil von fast einem Drittel am Gesamtabsatz der wichtigste Markt für die Schwaben.

China-Schock bei Mercedes: 19 Prozent Rückgang – Zölle und Wettbewerb belasten massiv

Mercedes-Benz hatte bereits vor einem Jahr auf die angespannte Lage reagiert und ein Sparprogramm gestartet. Schon 2024 waren Konzernergebnis, Umsatz und Absatz rückläufig. Das aktuelle Sparprogramm zielt darauf ab, bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent zu senken und die Materialkosten zu optimieren. Zusätzlich sollen die Fixkosten um weitere zehn Prozent reduziert werden. Ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also außerhalb der Produktion, gehört ebenfalls zu den Maßnahmen.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten gibt sich der Mercedes-Chef für die Zukunft optimistisch: „Wir sind bereit für das Jahr 2026“, betonte Källenius. „Mit einem klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio treibe Mercedes die Transformation konsequent voran.“ (Verwendete Quelle: dpa)

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