News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland setzt Energieterror fort. Selenskyj fordert mehr Luftabwehr. Putins Verluste steigen weiter.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ukraine-News: Russland setzt Energiekrieg fort – Selenskyj pocht auf mehr Luftverteidigung.
- Kein Ende des Ukraine-Kriegs – Ringen um Sicherheitsgarantien der USA.
- Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Russland verliert an einem Tag 820 Soldaten.
Kiew/Moskau – Trotz der jüngsten Gespräche über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs wird der Konflikt mit unverminderter Härte fortgesetzt. Am Abend des 26. Januars führte ein konzentrierter Angriff dazu, dass etwa 80 Prozent der Stadt Charkiw und des umliegenden Gebiets ohne Strom waren. Der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Charkiw erklärte: „Es handelte sich um einen kombinierten Angriff mit Raketen und Drohnen“, der von den Streitkräften Wladimir Putins ausgeführt wurde.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Russland intensiviert seit Wochen seine gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Nach schweren Luftangriffen war die Verwaltung in Kiew über längere Zeit nicht in der Lage, die Versorgung mit Strom und Wärme sicherzustellen. Dies führte zu einem öffentlichen Streit zwischen Wolodymyr Selenskyj und Bürgermeister Klitschko. Auch die Region Odessa wurde in der Nacht zum 27. Januar angegriffen, wobei die Militärverwaltung erhebliche Schäden an der zivilen Infrastruktur meldete.
Ukraine-News: Russland setzt Energiekrieg fort
Selenskyj forderte angesichts der massiven Schäden durch die russischen Angriffe eine Aufrüstung der Flugabwehr zum besseren Schutz der Energieanlagen. „Die Führung der Luftstreitkräfte muss beim Schutz deutlich schneller reagieren“, betonte der Präsident. Dies habe er bei einem Treffen mit dem Verteidigungsminister und dem Kommandeur der Luftstreitkräfte klargestellt. Im ganzen Land gibt es erhebliche Ausfälle bei Strom und Heizung, nicht nur in Kiew, sondern auch in den Regionen Charkiw, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Tschernihiw und Sumy.
Der Präsident erklärte weiter, dass Kiew mit den größten Herausforderungen konfrontiert sei. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er: „Ein Großteil der Häuser hat keine Heizung, darunter auch solche, die schon seit langer Zeit ohne Heizung sind.“ Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend, kritisierte er. „Ich erwarte von den Kiewer Behörden, dass sie ihre Arbeit verstärken – viele Städte und Gemeinden sind bereit zu helfen“, fügte er hinzu. „Ich habe die Regierung beauftragt, zusätzliche Ressourcen bereitzustellen.“ Zudem seien mehr Wärmestellen erforderlich.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte am Montag im Europäischen Parlament, dass Europa Kiew nicht ohne die Unterstützung der USA im Kampf halten könne. Er sagte: „Die Zeiten, in denen wir den Vereinigten Staaten bequemerweise einen Großteil der Last unserer gemeinsamen Sicherheit überlassen haben, sind vorbei. Es ist nur fair und angemessen, dass Europa und Kanada mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen.“
Kein Ende des Ukraine-Kriegs
Laut der Financial Times hängt das Streben nach einem Ende des Ukraine-Kriegs auch von den Sicherheitsgarantien der USA ab. Diese könnten zusätzliche Waffen zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte in Friedenszeiten anbieten, falls die Ukraine einem Abkommen zustimme und ihre Truppen aus dem Donbas abziehe.
Der Kyiv Independent berichtet, dass Russland im Hintergrund seine harten Verhandlungspositionen lockern könnte. Der Kreml hat in öffentlichen Erklärungen vor und nach jeder Gesprächsrunde stets seine maximalistischen Forderungen an die Ukraine bekräftigt. Ein US-Beamter wird zitiert: „Sie stellen üblicherweise ihre maximalistischen Forderungen und erlauben dann ihren privaten Verhandlungsteams, flexibel zu arbeiten.“
Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Unterdessen steigen die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg weiter an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete auf Facebook, dass Putins Armee in den letzten 24 Stunden 820 Soldaten verloren habe. Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 belaufen sich die gesamten Verluste auf etwa 1.235.880 Kämpfer, die entweder getötet oder verwundet wurden. Zu den weiteren Verlusten zählen 11.609 Panzer, 23.954 gepanzerte Kampffahrzeuge und 36.691 Artilleriesysteme. (fbu mit Agenturen)