Ausgezeichnet: Michael-Schmidpeter-Preis für Vida Landsberg

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Die Jugendgruppe von Vida Landsberg, hier vertreten von Lino Sliwinski (rechts) und Tori Bartl (MItte), erhält den Michael-Schmidpeter-Preis. © Simeon Johnke

Sie machen Arbeit die über die Landkreisgrenze hinweg auffällt: Die LGBTQ*-Jugendgruppe von Vida Landsberg ist am vergangenen Samstag bei einer Fachtagung in Nürnberg mit dem Michael-Schmidpeter-Preis ausgezeichnet worden.

Der vom Bayerischen Jugendring (BJR) und dem Jugendnetzwerk Lambda Bayern vergebene Preis ist mit 500 Euro dotiert. Er würdigt Personen und Initiativen, die deutlich für die Belange queerer Jugendlicher eintreten und sich dafür einsetzen, sichere Räume zu schaffen, in denen queere Jugendliche Akzeptanz, Verständnis und Unterstützung erfahren – und die queeren Jugendlichen Mut machen.

Vida Landsberg erhält Schmidpeter-Preis: einen sicheren Raum schaffen

Vida Landsberg hat den offenen Jugendtreff für queere Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 27 vor vier Jahren ins Leben gerufen. Seitdem trifft sich die Gruppe monatlich: etwa zu Spieleabenden, Koch- oder Bastelaktionen. Und auch die gemeinsame Fahrt zum Christopher Street Day nach München und Augsburg steht jedes Jahr auf dem Programm. Im Sinne des Peer-to-Peer-Ansatzes – also Interaktion auf Augenhöhe – wird der Jugendtreff von Jugendleitern und Jugendleiterinnen im gleichen Alter organisiert, die zudem selbst Teil der LGBTQ*-Gemeinschaft sind.

Mit diesem Angebot trage der Verein Vida dazu bei, dass „der Zusammenhalt gestärkt und ein sicherer Raum für persönliche Entwicklung geschaffen“ werde, begründeten BJR und Lambda Bayern ihre Entscheidung. Lino Sliwinski, erster Vorsitzender von Vida Landsberg, zeigte sich stolz und dankbar für den Preis: „Diese Anerkennung bestärkt uns in unserem Bemühen, queeren Jugendlichen im Landkreis Landsberg einen geschützten Raum für Austausch und Zusammenhalt zu bieten und sie dadurch zu unterstützen.“

Genau dieser Raum stehe derzeit auf der Kippe. Denn während die bisherigen Jugendtreffen des Vereins immer außerhalb der Öffnungszeiten im Landsberger Jugendzentrum stattfinden konnten, ist seit dessen Schließung unklar, wo die Jugendgruppe bis zur Eröffnung des neuen Juze im kommenden Jahr unterkommen kann. „Wir wissen nicht genau, wo und wann es weiter geht, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Monat eine Lösung finden und unser nächstes Jugendtreffen auf unserem Instagram Account ankündigen können“, sagt Sliwinski.

Über den Michael-Schmidpeter-Preis

Michael Schmidpeter war 17 Jahre alt und nahm sich 2006 das Leben. Als er sich in einen Schulkameraden verliebte, fand er im Coming-out-Prozess keinen Ausweg mehr. Die Eltern machten seine Geschichte öffentlich, um vielleicht so anderen jungen Menschen zu helfen.

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