Automaten und ein Hundeverbot

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Herrsching

Kommentare

Verkaufsautomaten, wie sie vielerorts an Bauernhöfen schon stehen, könnte es bald auch in Breitbrunn geben. © Oliver Bodmer

Der Rechenschaftsbericht, Lebensmittelautomaten und ein Hundeverbot waren Themen in der Ortsteilversammlung in Breitbrunn. Rund 100 Besucher kamen dazu in den Mehrzwecksaal.

Breitbrunn - Rund 100 Breitbrunner kamen am Donnerstag in den Mehrzwecksaal in Breitbrunn, um sich den Rechenschaftsbericht von Herrschings Bürgermeister Christian Schiller anzuhören. Für Breitbrunn hatte er eine neue Nachricht im Gepäck, die vor allem die Jugendlichen des Herrschinger Ortsteils freuen dürfte: Sie hatten sich in einer Jugendwerkstatt im Oktober 2023 einen Supermarkt gewünscht, alternativ auch Automaten. Der Wunsch blieb nicht unerhört, Schiller hatte einen Plan dabei. Darüber hinaus stellte die Breitbrunnerin Annette Schnur den Antrag auf ein Hundeverbot am Breitbrunner Seeufer.

Auf einer Fläche neben den Parkplätzen am Feuerwehrhaus könnte sich die Gemeinde einen Standort für Automaten gut vorstellen. Die Gemeinde würde diese Maßnahme mit 15 000 Euro bezuschussen. Die Generaloberin der St. Josefskongregation habe ihr Einverständnis bereits gegeben. „Danke dafür an das Kloster“, sagte Schiller, denn das sogenannte Böckhaus, in dem Feuerwehr und Mehrzweckraum untergebracht sind, sowie die Fläche gehören dem Kloster, die Gemeinde ist „nur“ Pächter. Ideal, das räumte der Bürgermeister jedoch auch gleich ein, sei der Standort nicht, da ein Parkplatz möglicherweise gar nicht oder nur mit einem kleinen Fahrzeug angefahren werden könne.

Dafür habe die Gemeinde bereits zwei mögliche Betreiber an der Hand. Idealerweise sollten in den Lebensmittel-Automaten regionale Produkte angeboten werden. Schiller weiß, dass der künftige Betreiber ein bisschen Geld in die Hand nehmen müsse: Ein Automat koste zwischen 10 000 und 15 000 Euro. „Vielleicht gründet sich auch ein Verein, der sich als Ansprechpartner anbietet“, meinte er. Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur sagte Schiller, dass die Vergabe für die Gemeinde auf öffentlichem Grund allerdings nicht so einfach sei. Auf privater Fläche stelle sich das Vergabe-Prozedere viel einfacher dar. Er deutete im Gespräch mit dem Starnberger Merkur am Freitag an, dass sich eventuell eine alternative Standortlösung anbiete.

Die Jugendlichen aus Breitbrunn sind schon für den 21. März zu einer weiteren Jugendwerkstatt eingeladen. Konkret geht es um einen weiteren Wunsch aus der ersten Jugendwerkstatt vor eineinhalb Jahren, um einen Jugendraum. Dazu gibt es von den Gemeindejugendpflegern im Bürgersaal (ab 17 Uhr) Informationen zum aktuellen Sachstand. Gesucht werden weitere gemeinsame Planungsideen. Die Jugendlichen des Herrschinger Ortsteils bekommen demnächst eine persönliche Einladung, kündigte Bürgermeister Schiller an.

Die einzige Frage in der Bürgerversammlung, die auch ein Antrag war, betraf ein Hundeverbot am Breitbrunner Seeufer. Da in Breitbrunn nur Leinenzwang vorgegeben ist, würde Breitbrunn „von Hunden überrollt, die kommen von überall her“, sagte Annette Schnur. In Stegen gebe es Verbotsschilder, die allein würden bereits abschrecken, sagte sie auf den Einwand Schillers, dass ein Verbot schwer zu kontrollieren sei. Das Thema wird in den nächsten drei Monaten im Gemeinderat behandelt.

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/herrsching-ort28808/automaten-und-ein-hundeverbot-breitbrunn-herrsching-93585901.html