Finanzen der Stadt Landsberg: „Die fetten Jahre sind vorbei“

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Keine Mehrausgaben: Im geplanten Rahmen bleiben heißt es auch für das aktuell laufende Bauprojekt des neuen Jugendzentrums in Landsberg. © Greiner

Mehr Kosten, eine höhere Kreisumlage, aber keine entsprechend steigenden Einnahmen: Die finanzielle Situation der Stadt Landsberg ist zwar noch in der Balance. Aber für die kommenden Jahre mahnt Stadtkämmerer Ziegel Obacht bei Projektbeschlüssen an.

Landsberg – Finanztechnisch läuft das Jahr bisher gut für die Stadt. Die Einnahmen sind stabil, die Ausgaben liegen im Plan. Soweit die positive Nachricht, die Kämmerer Alexander Ziegler jüngst in seinem Bericht zur vorläufigen Haushaltssituation im städtischen Finanzausschuss zu vermelden hatte. Die Prognose für das kommende Jahr ist jedoch nicht rosig.

Finanzausschuss Landsberg: Steigende Kreisumlage setzt der Stadt zu

„2025 wird schwierig werden“, sagte Ziegler voraus. „Wir werden Probleme bekommen, unseren Verwaltungshaushalt auszugleichen.“ Denn aufgrund der sehr guten Steuereinnahmen von 2023 werde man im kommenden Jahr deutlich mehr Kreisumlage zahlen müssen. Ziegler rechnet mit 35,5 Millionen Euro – das sind 7,5 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Und selbst bei dieser Summe bleibt es nur dann, wenn die Kreisumlage auf dem jetzigen Stand verharrt. Jeder weitere Prozentpunkt würde die Stadt zusätzliche 670.000 Euro kosten, so Ziegler.

Schon heuer muss Landsberg mehr auf den Tisch legen als noch bei der Verabschiedung des Haushalts gedacht. Man war von einem Hebesatz von 52 Prozent ausgegangen. Tatsächlich jedoch erhöhte der Kreistag im Februar den Hebesatz auf 53 Prozent, was die Stadt zusätzliche 525.000 Euro kostet.

Im vergangenen Jahr hatte Landsberg überraschend hohe Gewerbesteuereinnahmen erzielt – deutlich mehr, als im Haushalt veranschlagt war. Eine positive Überraschung dieser Art werde sich aber wohl nicht wiederholen, warnte Ziegler. Insgesamt werde man mit weniger Steuereinnahmen auskommen müssen. „Die wirklich fetten Jahre sind vorbei.“

Mehreinnahmen durch höhere Steuern?

Man werde dennoch versuchen, dem Stadtrat einen tragfähigen Haushalt vorzulegen. Bei den Haushaltsberatungen will Ziegler in Absprache mit den Referaten Einsparungsvorschläge vorlegen. Neben Einsparungen hätte die Stadt auch noch die Möglichkeit, über Steuererhöhungen ihre Einnahmen aufzubessern. Bei den noch anstehenden Beschlüssen in diesem Jahr solle der Stadtrat auf jeden Fall die Haushaltsaussichten berücksichtigen, mahnte Ziegler.

Oberbürggermeisterin Doris Baumgartl (UBV) will dennoch nicht zu schwarzsehen und rät zu Optimismus: „Wir haben immer Herausforderungen zu meistern, und es ist uns immer sehr gut gelungen.“

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