Eine Stadt in Baden-Württemberg begeistert mit Geschichte, Wellness und Kultur. Sie gilt laut einem Reisemagazin als echter Geheimtipp für reiselustige Entdecker.
Stuttgart – Unterschätzte Städte überraschen oft mit ihrem einzigartigen Charme und ihrer lebendigen Kultur, die viele Besucher nicht erwarten. Abseits touristischer Hotspots bieten sie authentische Erlebnisse und echte Begegnungen mit Land und Leuten. Insbesondere Baden-Württemberg hat einige Geheimtipps zu bieten. Im Ländle befindet sich zum Beispiel eines der meist unterschätzten Ausflugsziele Deutschlands. Jetzt sticht eine Stadt hervor, die ebenfalls noch ein Geheimtipp sein soll.
Das Reisemagazin Condé Nast Traveller hat eine Liste der meist unterschätzten Städte Europas erstellt. Ganz gleich, ob eine Stadt erst in jüngerer Zeit einen Aufschwung erlebt hat, ihre Schönheit nur den aufmerksamen Beobachtern zeigt, sie etwas abseits liegt oder manchmal mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hat: Neugierige Reisende lassen sich davon nicht abschrecken und entdecken gerne auch unbekannte Wege abseits des Massentourismus.
Baden-Baden im Schwarzwald ist eine der meist unterschätzten Städte Europas
Demnach gibt es in Baden-Württemberg eine Stadt, die zu den meist unterschätzten Europas gehört. Die Rede ist von Baden-Baden im Schwarzwald nahe der französischen Grenze. Die Kurstadt sei „die am meisten unterschätzte Stadt Deutschlands, der kultivierteste Ort des Landes, fast so etwas wie das San Sebastián Deutschlands“, heißt es bei Condé Nast Traveller. Viele würden Baden-Baden dafür schätzen, „dass es den Charme der ,Welt von gestern‘ verströmt, wie der Schriftsteller Stefan Zweig gesagt hätte.“
Die Kurstadt mit ihren rund 57.000 Einwohnern besticht vor allem durch ihre Heilbäder und ihr umfangreiches Wellnessangebot. Der Schwarzwald, an dessen Rand Baden-Baden liegt, zählt sogar zu den besten Wellnessregionen Deutschlands. Die traditionsreiche Stadt kann auf eine über 2.000-jährige Geschichte als Heilbad zurückblicken und fasziniert bis heute mit ihren berühmten Thermalquellen. Aus 13 Quellen sprudeln täglich etwa 800.000 Liter mineralreiches, bis zu 68 Grad heißes Wasser an die Oberfläche, das schon von den Römern zur Erholung und Heilung genutzt wurde. Die moderne Caracalla Therme mit ihrer großzügigen Saunalandschaft und das historische Friedrichsbad mit seiner einzigartigen römisch-irischen Badetradition laden zum Entspannen und Regenerieren ein. Sie gehören zu den besten des Bundeslands.
Das Wasser ist mit wertvollen Mineralien wie Lithium und Magnesium angereichert und kann zahlreiche Gesundheitsbeschwerden lindern. Die wohltuende Wirkung der Quellen hilft bei verschiedenen Beschwerden wie Herz- und Kreislaufproblemen, Rheuma oder Atemwegserkrankungen. Die Stadt ist zudem Teil der „Great Spa Towns of Europe“ und steht seit 2021 gemeinsam mit anderen europäischen Kurstädten auf der UNESCO-Welterbeliste.
Baden-Baden ist ein Kurort mit besonderem Charme
Doch Baden-Baden hat mehr zu bieten als nur heilendes Wasser. Die Stadt ist geprägt von prächtigen Villen, was nicht verwundert, denn Baden-Baden hat die höchste Millionärsdichte in Baden-Württemberg. Weitläufige Parkanlagen wie die Lichtentaler Allee laden zu einem Spaziergang ein. Besucher können auch das prachtvolle Kurhaus mit seinem berühmten Casino erkunden, welches das bekannteste und traditionsreichste Spielcasino Deutschlands ist. Das kulturelle Angebot, das vom Kunstmuseum Frieder Burda bis hin zum renommierten Festspielhaus reicht, macht Baden-Baden auch für Kulturliebhaber zu einem spannenden Ziel.
Die Lage der Stadt ist ebenfalls ein Vorteil. Sie ist umgeben von den weitläufigen Hügeln und Wäldern des Nordschwarzwalds, die zu Spaziergängen und Wanderungen einladen. Für Naturliebhaber bieten sich Ausflüge zum Merkurberg mit seiner atemberaubenden Aussicht oder zu den nahegelegenen Geroldsauer Wasserfällen an. (Verwendete Quellen: cntraveller.de, baden-baden.com, eigene Recherche)