Hausham: Vivo plant Freiflächen-Photovoltaikanlage am Brenten

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Von außerhalb kaum einsehbar: Die schraffierten Flächen zeigen die Bereiche, auf denen das Kommunalunternehmen Vivo auf dem Deponiegelände am Brenten Freiflächen PV-Anlagen aufstellen möchte. © Grafik: Bayernatlas/hac

Eine Anlage für erneuerbare Energie wird am Brenten in Hausham entstehen, der Gemeinderat leitet die nötigen Schritte ein. Bauen will die Freiflächen-PV-Anlage die Vivo.

Hausham – Wie das Vivo-Kommunalunternehmen der Gemeinde Hausham mitteilte, beabsichtigt dieses auf dem Deponiegelände die Errichtung einer Freiflächen-PV-Anlage zur Erzeugung von regenerativem Strom. Kürzlich hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, das dazu notwendige Planungsverfahren einzuleiten.

Hausham: Projekt zu erneuerbaren Energien am Brenten

Bei der Beschlussfindung fanden sowohl geologische als auch naturschutzrechtliche und baurechtliche Vorgaben ihre Einflüsse. Laut Vivo liegt bereits eine positive Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde vor.

Wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist, wurden seitens der Vivo mehrere Bereiche des Geländes untersucht. Letztlich wurden vier Flächen am nördlichen Deponierand als geeignet gewertet. Weil das Deponiegelände aber im Außenbereich liegt, als „Fläche für Ver- und Entsorgung“ ausgewiesen ist und der Bereich auch außerhalb jeglicher Privilegierung liegt, kann das Areal nach Baurecht für die PV-Strom­erzeugung nur zugelassen werden, wenn öffentliche Belange davon nicht beeinträchtigt werden.

Auch, dass die Deponie in diesen Bereichen rekultiviert wird und damit die Beeinträchtigung des aktuellen Landschaftsbildes weitgehend beseitigt wird, ist laut Bauamt der Gemeinde Hausham zu berücksichtigen. Wie Bauamtsleiterin Petra Sperl erklärte, ist daher die Aufstellung eines Bebauungsplans und die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans zum „Sondergebiet für erneuerbare Energien“ nötig.

Planungskosten trägt die Vivo

Mittels eines Durchführungsvertrages soll außerdem die Rückbauverpflichtung der Anlagen durch den Betreiber nach Nutzungsdauer-Ende abgesichert werden. Dem in diesem Sinne gefassten Beschlusstext stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Die Planungskosten werden der Vivo in Rechnung gestellt.

Wie Bürgermeister Jens Zangenfeind sagte, soll die Anlage im Endausbau bis zu 740 kWp leisten können. Anhand der Planskizze wurde aufgezeigt, dass die Module im nordwestlichen Bereich nach dessen Rodung hangparallel auf einer Pfahl-Unterkonstruktion mit Stahleindrehfundamenten fixiert werden sollen.

Für die entlang der Wirtschafts-Straße vorgesehenen PV-Module sind für die Unterkonstruktion Betonfundamente vorgesehen, die den Boden nicht verletzen sollen. Laut Vivo liegt bezüglich der Standsicherheit zu den jeweils gewählten Gründungsarten eine Freigabe vor. Helmut Hacker

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