Ex-Mitarbeiterin von Todes-Bar: Notausgang zu öffnen wurde ihr "verboten"

Beim Brand in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Crans-Montana sind mittlerweile alle 40 Todesopfer identifiziert worden. Nun sprachen zwei ehemalige Angestellte der Bar mit dem französischen Fernsehsender "BFM TV" – unter anderem ging es um das fragwürdige Sicherheitskonzept ihres Ex-Arbeitgebers.

Sarah habe bis 2023 in der Bar gearbeitet. Im Interview mit "BFM TV" sagt sie, dass der "Notausgang verschlossen war, weil er direkt ins Gebäude führte". Ihr und ihren Mitarbeitern sei es demnach "verboten" gewesen, diese Tür zu öffnen.

Diese Aufnahme soll den Moment kurz vor der Feuer-Katastrophe in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana, Schweiz, zeigen.
Diese Aufnahme soll den Moment kurz vor der Feuer-Katastrophe in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana, Schweiz, zeigen. X

Notausgang "hätte Zahl der Opfer verringert", sagt Ex-Angestellte

Deshalb führte der einzige Weg aus den Flammen über die kleine Treppe aus der Bar hinaus – zu klein für all die Menschen, die dem Feuer entkommen wollten. Selbst 200 Menschen in zehn Minuten hält die Ex-Angestellte der "Constellation" für "unmöglich": "Es ist sehr eng; wäre die Tür hinten, gegenüber den Toiletten, offen gewesen, hätte das die Zahl der Opfer verringert", gibt sie zu Bedenken.

Auch ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter der beliebten Bar erhebt schwere Vorwürfe. Er sagt, dass es "kein Zufall sei, dass es zu einem Drama gekommen" sei. Und zählt auf: "Isoliermatten, kein Zugang zu Feuerlöschern, nicht geschultes Personal, nur ein Sicherheitsbeamter vor Ort, ein Notausgang, der manchmal blockiert oder verschlossen war."