Die US-Marine hat einen großen Schritt in der Entwicklung moderner Waffensysteme gemacht. Laut „National Interest“ wurde erstmals eine Kamikaze-Drohne von einem Kriegsschiff aus gestartet. Die USS Santa Barbara, eine Fregatte der Independence-Klasse, führte den Test während einer Übung im Arabischen Golf durch. Dabei kam das Low-Cost Unmanned Combat Attack System (LUCAS) zum Einsatz.
Neue Technologie für die Marine
„Das ist ein wichtiger Meilenstein“, erklärte Vizeadmiral Curt Renshaw, der Kommandeur der US Naval Forces Central Command und der 5. Flotte. Die erfolgreiche Durchführung des Tests zeige die Innovationskraft und Zusammenarbeit in einer strategisch wichtigen Region. Die Drohne soll laut Renshaw die maritime Sicherheit und Abschreckung in der Region stärken.
Der Test war Teil der Task Force Scorpion Strike, die vom Verteidigungsministerium ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Einheit ist es, Fronttruppen mit modernster Technologie auszustatten.
Drohnen im Seekrieg
Die US-Marine untersucht zunehmend die Einsatzmöglichkeiten von Kamikaze-Drohnen in der Seekriegsführung. Laut „National Interest“ könnten diese Drohnen mit Bomben oder Raketen bestückt werden und gegen feindliche Schiffe oder kleinere Boote eingesetzt werden, etwa in Piratengebieten. Auch die Spezialeinheiten der Marine experimentieren mit solchen Drohnen, um ihre Boote tödlicher zu machen.
Lehren aus dem Ukraine-Krieg
Die Bedeutung von Drohnen in modernen Konflikten zeigt sich auch im Krieg in der Ukraine. Ukrainische Streitkräfte haben Drohnen erfolgreich eingesetzt, um russische Kriegsschiffe und Versorgungsschiffe zu beschädigen oder zu versenken. Dabei kamen sowohl Unterwasserdrohnen als auch Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die US-Marine scheint diese Entwicklungen genau zu beobachten und will die Erkenntnisse für eigene Strategien nutzen.