Mit viel Disziplin ins hohe Alter

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Hoher Besuch zum 100. Geburtstag: Pfarrvikar Jasper Gülden, OB Florian Hartmann, Einrichtungsleiterin Silvia Große, Geburtstagskind Erna Giesche, Landrat Stefan Löwl sowie Heike und Eckhardt Giesche (von links). © sim

Erna Giesche feiert im Friedrich-Meinzolt-Haus in Dachau ihren 100. Geburtstag. Ihr Geheimnis: Sie sportelt viel.

Sie ist eine der ältesten Bewohnerinnen des Landkreises Dachau: die Dachauerin Erna Giesche. Jetzt hat die Seniorin gut gelaunt im Friedrich-Meinzolt-Haus mit Familie und Freunden sowie hohem Besuch aus Rathaus und Landratsamt ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Von Alkohol und Nikotin ferngehalten

„Meine Mutter hat sich immer fern gehalten von Alkohol und Nikotin, hat immer wenig gegessen und sich viel bewegt“, fasst Eckardt Giesche das Geheimnis des langen Lebens seiner Mutter zusammen. Oberbürgermeister Florian Hartmann, Landrat Stefan Löwl, Pfarrvikar Jasper Gülden und Einrichtungsleiterin Silvia Große gratulierten der rüstigen alten Dame dazu herzlich. Nach einem Sturz im vergangenen Jahr und einer großen Operation hatte sich die Jubilarin wieder vollständig erholt und ist geistig und körperlich fit.

Bereits seit 2008 wohnt Erna Giesche – „aus freien Stücken“, wie sie betont – im Friedrich-Meinzolt-Haus und fühlt sich dort sehr wohl. Geboren im März 1925 im Landkreis Landskron im Sudetenland, arbeitete sie während des Zweiten Weltkriegs zunächst beim Roten Kreuz als Helferin und dann als ausgebildete Krankenschwester in Prag.

Nach dem Ende des Krieges wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben und strandete zunächst in Hessen. Danach ging es weiter nach Ulm, wo Erna Giesche endlich wieder etwas Glück erleben durfte: Sie lernte ihren späteren Ehemann Erhard kennen und lieben. Das junge Paar heiratete 1953 und bekam 1954 Sohn Eckardt, mit dem sie 1959 nach München zogen. Später dann wohnte die kleine Familie in Weichs. 2002, nach dem Tod ihres Mannes Erhard, packte Erna Giesche erneut die Koffer: Es ging zu ihrem Sohn und dessen Frau Heike nach Schwabhausen.

Garteln, Nähen und Stricken

Die lebensfrohe Oma und Uroma arbeitete nach dem Umzug nach Bayern erst als Werkschreiberin bei Grundig in Dachau, dann bei BMW und bei der MAN. Neben ihrer Berufstätigkeit war Erna Giesche immer eine begeisterte Hobby-Gärtnerin und pflegte mit großer Leidenschaft und viel Geschick ihren wunderschönen Garten in Weichs. Auch Nähen und Stricken zählten jahrzehntelang zusammen mit dem Singen zu ihren Hobbies.

Zum Geburtstag gab es neben Geschenken und vielen interessanten Gesprächen auch selbstgebackene Kuchen und Torten aus der hauseigenen Cafeteria des Friedrich-Meinzolt-Hauses.

sim

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