Jetzt ist es amtlich: der Bahnübergang am Bahleweg wird wohl im Herbst wieder geöffnet. Ein Ortstermin brachte vergangene Woche Klarheit darüber, welche baulichen und verkehrstechnischen Maßnahmen erforderlich sind.
Bad Wörishofen – Aufgrund geänderter Voraussetzungen durch den Gleisumbau musste eine Lösung zur zukünftigen Verkehrsführung gefunden werden. Das Problem ist, dass zwischen den Bahngleisen und der Türkheimer Straße nur fünf Meter liegen. Bisher wurde dieser Zustand seitens der Sicherheitsbehörden geduldet. Zukünftig dürfen Fahrzeuge, die selbst oder etwa mit Anhänger länger als fünf Meter sind, vom Stadionring/Bahleweg kommend nicht mehr über den Bahnübergang auf die Türkheimer Straße fahren. Von der Türkheimer Straße kommend gibt es keine Einschränkungen.
Die neue Verkehrsführung wurde bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bahn, des Landratsamtes, der Polizei, der Flugplatzbetreiberin und der Landwirtschaft abgestimmt. Die Stadt wird nun zeitnah die Ausschreibung für die notwendigen Bauarbeiten in Absprache mit der DB finalisieren und die Terminkoordination zur Sperrung der Bahnlinie für die Dauer der Arbeiten voranbringen. Bis der Übergang wieder offen ist, wird es realistischerweise Herbst werden, so das Bauamt.
Komplexes Projekt
Insgesamt ist es ein Projekt, bei dem viele Stellen miteinbezogen werden müssen. Das Bau- genauso wie das Ordnungsamt, die mit Hochdruck daran arbeiten, haben kein leichtes Spiel: Wenn man von der „Bahn“ spricht, hat man es mit komplexen Entscheidungswegen zu tun. Und über allem thront das Eisenbahn-Bundesamt, dessen Organigramm die Größe eines Plakats hat.
Pfeifen heißt Hoffnung
Viele haben sich gefragt, warum die Züge trotz der Sperrung mit dem weithin hörbaren Signalton die Stelle passieren. Bürgermeister Stefan Welzel klärt auf: aktuell handele es sich nicht um einen stillgelegten Bahnübergang, sondern nur um eine vorläufige Sperrung, so dass die Vorschriften beim Passieren für die Lokführer unverändert sind. Im Umkehrschluss heißt das: solange die Züge noch pfeifen, besteht Hoffnung auf Wiederöffnung.
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