Ein Wohlfühl-Ferienhaus für Heimkinder: Das soll das frisch renovierte Bambi-Haus auf Gut Dietlhofen werden. Am Donnerstag wurde beim Sommerfest das erste eigene Benefiz-Projekt der Tribute-to- Bambi-Stiftung gefeiert – mit viele Prominenz rund um Peter Maffay.
Weilheim – Das Haus war schon da, aber deutlich in die Jahre gekommen. Nun wurde es dem guten Standard der anderen Einrichtungen der Peter-Maffay-Stiftung angepasst und ist nun neben dem Tabaluga-Haus für traumatisierte Kinder ein weiteres Leuchtturmprojekt in Sachen Unterstützung benachteiligter Kinder. Für rund 750 000 Euro wurden die Räume des ehemaligen Gästehauses komplett saniert, neue Sanitäranlagen eingebaut, der Keller und die Fenster abgedichtet bzw. erneuert und das Dach ausgebaut.
Jetzt laden freundliche Zimmer, eine Küche, Wohnzimmer und Terrassen zum Aus㈠spannen ein. Von einem magischen und mystischen Ort mit Ausblick auf die Tiergehege, die Berge, Wiesen und den See schwärmten an diesem Abend viele der prominenten Gäste und Unterstützer aus der Fernsehwelt, in der die Tribute-to-Bambi-Stiftung verankert ist.
Umbauzeit dauerte genau 100 Tage
„Ich freue mich nicht nur, ich bin richtig glücklich“, bekannte ein sehr emotionaler Philipp Welte. Der Vorstand der Tribute-to-Bambi-Stiftung und der Burda Media steht sichtbar mit Herzblut hinter dem Projekt. „Es soll ein Ort der Träume und der Wünsche werden. Ich habe in den 20 Jahren der Stiftung gelernt, wie viel wir tatsächlich ändern können.“
Er stellte zwei Welten gegenüber: den Glanz der Aufsehen erregenden Bambi-Verleihungen und die viel weniger sichtbare Kinderarmut. Zwölf Millionen Euro flossen bisher in 200 Initiativen für Kinderhilfe. Zum ersten Mal stemmte die Stiftung nun komplett ein eigenes Projekt. Die beiden Freunde Welte und Peter Maffay entwickelten die Idee gemeinsam, vor einem Jahr erfolgte der Spatenstich, die intensive Umbauzeit dauerte genau hundert Tage.
„Diese Umgebung prägt die Seele“, ist sich Patricia Riekel, Vorstandsvorsitzende der Tribute-to-Bambi-Stiftung, sicher. Auch Architektin Johanna Lehmann resümierte zum Umbau: „Ich glaube, dass dieses Gebäude die Menschen verändern wird.“ Ähnliche Erfahrungen hat sie auch bei einem Projekt in den Slums von Kambodscha gemacht. In Dietlhofen war ihr wichtig, dass „die Kinder sehen, was da draußen ist, die schöne Natur“. Zugleich wollte sie natürlich auch Rückzugsorte und Privatsphäre ermöglichen.
„Wir erweitern unsere Schutzräume. Das ist eine bessere Antwort auf Gewalt als Gegengewalt“, erklärte Peter Maffay sein Konzept, das er nunmehr seit sieben Jahren auf Gut Dietlhofen verwirklicht. Er ist überzeugt, dass man Frieden nur durch Frieden in sich selbst erreichen kann. „Die Kleinen multiplizieren diese Impulse, aber das ist ein langer Prozess.“ Deswegen möchte er „den Kindern auf diesem gesegneten Fleckchen Erde eine gesegnete Auszeit“ schenken.
Decken und Kissen als Gastgeschenk
Nach einem anrührenden kirchlichen Segen wurde das Haus zur Besichtigung freigegeben. Die Prominenz, die die Bambi-Stiftung unterstützt, inspizierte sehr zufrieden die Räume. Modedesigner Thomas Rath, Fitness-Expertin Barbara Klein, Bildungsexpertin und Podcasterin Viola Patricia Herrmann und TV-Moderatorin Alexandra Polzin brachten auch gleich ein paar lauschige Decken und Kissen für die Einrichtung des neuen Bambi-Hauses mit. Bevor sich die Medienwelt dann bei einem Sommerbuffet selbst feierte.