Ein aggressiver Zugpassagier hat die Polizei am Bahnhof Kochel beschäftigt. Der Mann wollte nicht aus dem Zug aussteigen und randalierte. Die Beamten reagierten konsequent.
Kochel - Am Freitagabend (12. September), gegen 22 Uhr, wurde die Polizei Bad Tölz zum Bahnhof nach Kochel beordert. Das Bahnpersonal hatte dort an der Endstation einen Mann im Zug festgestellt, der diesen nicht mehr verlassen wollte und einen verwirrten Eindruck machte und sich aggressiv verhielt. Jeweils eine Streife der Polizeiinspektionen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen begaben sich nach Kochel.
Am Freitagabend randaliert ein Mann am Bahnhof Kochel in einem Zug und leistet massiven körperliche Widerstand gegen die Polizisten
Als die Beamten mit dem 20-jährigen Mann aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen Kontakt aufnahmen, reagierte dieser aggressiv, schrie herum und weigerte sich weiterhin den Zug zu verlassen, heißt es von der Polizei. Als der Mann durch die Beamten aus dem Zug gebracht werden sollte, habe der 30-Jährige „massiv körperlichen Widerstand“ geleistet - er habe dabei um sich geschlagen und die eingesetzten Beamten bespuckt. „Er musste an Händen und Füßen gefesselt werden“, berichtet die Tölzer Inspektion.
Verdacht auf Betäubungsmittel-Einfluss
Die eingesetzten Beamten wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Da laut Polizei der Anfangsverdacht bestand, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und er sich mit seinem Widerstand strafbargemacht hatte, wurde Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft gehalten. Diese ordnete eine Blutentnahme an. Im Anschluss wurde der Mann in einer Klinik untergebracht. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
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