Autohaus zieht von Tölz nach Sachsenkam

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So gut wie fertig ist das neue Autohaus Geisreiter im Sachsenkamer Gewerbegebiet. Im Hintergrund ist die Firma „Hawe“ zu sehen. © Autohaus Geisreiter

Diese Baustelle war in den vergangenen Monaten nicht zu übersehen: Direkt an der Bundesstraße 13 bei Sachsenkam wurde ein neues Autohaus gebaut.

Sachsenkam – Ein großes Bauprojekt in Sachsenkam nähert sich seiner Fertigstellung. Wie berichtet, möchte das Tölzer Autohaus Geisreiter seinen Firmensitz in die Kirchsee-Gemeinde verlegen, und zwar ins Gewerbegebiet an der Bundesstraße 13. Wie die Geschäftsführer Martin und Josef Geisreiter auf Anfrage berichten, liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. „Alle Gewerke greifen gut ineinander. Den Umzug haben wir für Ende Juni, Anfang Juli geplant.“

Das älteste Tölzer Autohaus hat eine lange Geschichte. Gegründet wurde es 1947 unter dem Namen „Frimberger“. „Es ist das einzige noch im Altstadtbereich und vermutlich das einzige in Deutschland, unter dem ein Bach fließt“, so Josef Geisreiter. Die Gebäude liegen über dem Ellbach. Das Unternehmen sei über die Jahre dynamisch entwickelt und gut ausgebaut worden, berichten die Geschäftsführer. Das habe aber dafür gesorgt, „dass wir am Maximum unserer Kapazitäten gearbeitet haben“. Im Herbst 2022 fielen die Flächen auf der anderen Seite der Osterleite weg, die das Autohaus bis dahin dazugepachtet hatte. Dort ist ein größeres Wohnhaus entstanden. „Seither arbeiten wir nur noch auf der Hälfte der Fläche. Innovativ ist das nicht mehr“, sagt Geisreiter.

„Es war klar, dass wir die Chance ergreifen“

Die Brüder sahen für sich zwei Möglichkeiten: „Ein sehr gut laufendes Autohaus radikal auf ein Minimum zu reduzieren, was für Unternehmer einem Herzinfarkt gleichkommt. Oder die Chance ergreifen, die sich glücklicherweise in Sachsenkam ergeben hat und einen Neubau wagen.“ Für sie sei klar gewesen, sich für letzteres zu entscheiden. Im Neubau konnten dringend benötigte Kapazitäten geschaffen und Arbeitswege optimal gestaltet werden, freuen sich die Geschäftsführer. Energetisch sei das Gebäude bestens aufgestellt. Am alten Tölzer Autohaus hingegen hätten die Jahrzehnte „stark genagt“.

In Sachsenkam gibt es eine neue Lackiererei, eine öffentliche Waschanlage sowie ein erweitertes Angebot an Autos, Nutzfahrzeugen und Wohnmobilen. Auch die Wohnmobilvermietung wird ausgebaut. Außerdem „schaffen wir ein sehr gutes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter“. Für die Kunden gebe es Parkplätze direkt auf dem Gelände, „was bisher in Tölz oft schwierig ist“. Die Anlieferung sei ebenfalls deutlich einfacher. „Die Autofahrer in Tölz wird es freuen, wenn Fahrzeuganlieferungen nicht mehr für eine Einbahnstraße an der Osterleite sorgen“, so Geisreiter. Schon jetzt würde über die Hälfte der Fahrzeuge in Sachsenkam angeliefert.

Von der Büroklammer bis zum Ersatzteil muss alles umziehen

Der teilweise Umzug erfolgte schon vor zwei Jahren. Seit Anfang 2023 sind die Wohnmobil- und Nutzfahrzeug-Werkstatt in Sachsenkam, vier Mitarbeiter sind dort tätig. Zwar habe man die Prozesse gut anpassen können. „Jedoch strengt es sehr an, zwei Standorte mit der Struktur von einem Standort zu betreiben“, berichten die Geschäftsführer. Daher freue sich das ganze Team, wenn alles wieder an einem Ort sei. Der Umzug an sich sei aber noch herausfordernd. „Von der Büroklammer, dem ganzen Ersatzteillager, Werkstattausrüstung bis zur Lackiererei muss alles umziehen“, berichtet Geisreiter. Das erfordere viel Vorbereitung und fleißige Hände, „die wir in unserem Team haben“.

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Josef und Martin Geisreiter sind sich sicher: „Der Schritt, mit dem Gewerbe aus der Stadt rauszugehen und Platz für Wohnbebauung zu machen, trifft den Nerv der Zeit.“ Das Gebäude an der Osterleite hätten sie weit über seine eigentlichen Kapazitäten genutzt, man sehe ihm die Jahrzehnte immer mehr an. Die Familie Frimberger, der der Grund gehöre, werde sicherlich wie in der Vergangenheit „eine bestmögliche Verwendung für das Gelände finden“.

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