Ehec: Das Bakterium und seine Symptome

Was ist EHEC und wie wird das Bakterium übertragen?

EHEC steht für "enterohämorrhagische Escherichia coli". Das Bakterium kann für Menschen unter Umständen lebensgefährlich sein. Laut dem Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich 900 bis 1.200 Menschen.

  • Das Bakterium kommt natürlicherweise bei Nutztieren, wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Wiederkäuer bilden dieses Bakterium im Darm. Der EHEC-Erreger gilt als hochinfektiös und wurde von der WHO zu den gefährlichsten Keimen gezählt.
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  • Die infektiöse Dosis ist sehr gering: 10 bis 1.000 Bakterien reichen aus, um eine Infektion auszulösen. Dabei wird ein Gift produziert, das Darm- und Nervenzellen zerstört und dadurch auch Blutgefäße schädigen kann. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Ausbrechen der Krankheit, beträgt 2 bis 10 Tage.
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  • Übertragen wird das Bakterium über Lebensmittel, Wasser sowie über direkten Kontakt zu Tieren oder infizierten Menschen. Das EHEC-Bakterium gelangt durch fäkale Ausscheidungen von Tieren auf Früchte, Gemüse oder in das Wasser. So können die Bakterien direkt oder indirekt in den Darm des Menschen gelangen. Fleisch, das nicht genügend gebraten oder gekocht wurde, nicht-pasteurisierte Milchprodukte oder ungewaschenes Obst und Gemüse stellen eine Infektionsquelle dar.
EHEC-Bakterien
Ehec ist ein oft sehr ansteckender, aggressiver Erreger und eine Sonderform der Kolibakterien. Der schwere Verlauf einer Erkrankung endet in etwa zwei Prozent der Fälle tödlich. dpa/Manfred Rohde/HZI/HZI

Ehec: Symptopme und Therapie

Die Diagnose erfolgt durch eine ärztliche Untersuchung mithilfe des klinischen Bildes und laborchemischen Methoden.

  • Die Infektion äußert sich in leichtem und wässrigem bis starkem, blutigem Durchfall. Weitere Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen.
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  • Bei Nichtbehandlung kann die Infektion zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Nierenversagen, Blutarmut und Dehydration sind schwerwiegende Folgen, die in schlimmen Fällen zu einer Störung des zentralen Nervensystems führen können.
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  • Die ersten Symptome zeigen sich meist nach drei bis vier Tagen nach Zeitpunkt der Infektion. Eine Therapie mit Antibiotika ist umstritten. Bei der Therapie ist es wichtig, den Salz- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Das Bakterium lässt sich jedoch nur schwer behandeln, deshalb müssen Sie einer Infektion durch Hygiene vorbeugen.

Dem Bakterium vorbeugen

Da es gegen dieses Bakterium keinen Impfstoff gibt, kann ihm nur durch gewisse Hygienemaßnahmen vorgebeugt werden.

  • Frisches Obst und Gemüse sollten Sie gründlich waschen, besonders wenn dieses mit Gülle gedüngt wurde. Vorsicht ist bei rohem Fleisch geboten. Dieses sollten Sie immer gut garen. Erhitzen Sie es komplett auf mindestens 70 Grad, um Bakterien sicher abzutöten. Bei der Zubereitung waschen Sie vorher alle Utensilien gründlich mit heißem Wasser ab.
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  • Vermeiden Sie nicht-pasteurisierte Milchprodukte. Bei Milch sollten Sie statt zur Frischmilch lieber zur H-Milch greifen.
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  • Sowohl nach dem Gang zur Toilette als auch bei direktem Kontakt mit Tieren waschen Sie Ihre Hände immer gründlich mit Seife.
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