Weniger Alkohol zu trinken wirkt sich grundsätzlich positiv auf die Gesundheit aus. Schon nach wenigen Wochen können sich deutliche Veränderungen bemerkbar machen.
Wer seinen Alkoholkonsum für einen Monat reduziert oder ganz darauf verzichtet, schläft häufig besser, fühlt sich tagsüber fitter und klagt seltener über Kopfschmerzen. Auch das Gewicht kann sinken, da Alkohol viele Kalorien enthält und den Stoffwechsel beeinflusst. Zudem profitieren Blutdruck und Leber: Beide können sich in dieser Zeit spürbar erholen.
Doch Vorsicht: Ein einzelner „trockener“ Monat – wie etwa der beliebte Dry January – ist kein Freifahrtschein für ungebremsten Alkoholkonsum im restlichen Jahr. Wer nach der alkoholfreien Phase wieder genauso viel trinkt wie zuvor, macht viele der positiven Effekte schnell wieder zunichte. Nachhaltige gesundheitliche Vorteile entstehen vor allem dann, wenn der Alkoholkonsum langfristig reduziert wird.
Experten raten daher, das eigene Trinkverhalten grundsätzlich zu hinterfragen. Braucht es wirklich jeden Abend das Glas Wein oder Bier zur Entspannung? Oft lässt sich Alkohol durch andere Rituale ersetzen – etwa einen Spaziergang, Sport oder ein alkoholfreies Getränk. Wer nach einer Auszeit wieder Alkohol trinken möchte, sollte bewusst Pausen einlegen und an mehreren Tagen pro Woche ganz darauf verzichten. Das entlastet die Leber, schützt die Gehirnzellen und senkt das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln.
Plötzlicher Entzug kann gefährlich sein
Allerdings ist der Trend zum Alkoholverzicht nicht für jeden unproblematisch. Menschen, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumiert haben, sollten nicht abrupt damit aufhören. Ein plötzlicher Entzug kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – von Zittern und Schlafstörungen bis hin zu gefährlichen Entzugssymptomen wie Krampfanfällen oder Kreislaufproblemen. In solchen Fällen ist ärztlicher Rat dringend zu empfehlen.
Eine sanftere Alternative kann der sogenannte „Damp January“ sein. Im Gegensatz zum vollständigen Verzicht wird hier nicht komplett auf Alkohol verzichtet, sondern die konsumierte Menge deutlich reduziert. Ziel ist es, den Körper schrittweise an weniger Alkohol zu gewöhnen. Dieser Ansatz kann besonders für Menschen sinnvoll sein, denen ein radikaler Schnitt schwerfällt oder die gesundheitliche Risiken vermeiden möchten.
Ob Dry January oder Damp January – entscheidend ist letztlich nicht der Name des Trends, sondern der langfristige Effekt. Wer seinen Alkoholkonsum bewusst und dauerhaft einschränkt, tut seinem Körper nachhaltig etwas Gutes.