Umfrage kurz vor Kommunalwahl: AfD in Bayern bei neuem Rekordwert – Aiwanger der große Verlierer

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Laut aktuellem Bayerntrend erreicht die AfD eine hohe Zustimmung. Die Regierungspartner CSU und Freie Wähler verlieren hingegen an Rückhalt in der Bevölkerung.

München – Die AfD hat in Bayern kurz vor der Kommunalwahl am 8. März einen neuen Höchststand erreicht und klettert auf 19 Prozent – ein Wert, den die Partei in der traditionellen Umfrage des Bayerischen Rundfunks noch nie erreicht hatte. Trotz dieser deutlichen Zugewinne bleibt die CSU mit 39 Prozent weiterhin die stärkste politische Kraft im Freistaat.

Eine Umfrage kurz vor der Kommunalwahl in Bayern zeigt: Die AfD erreicht neue Höchstwerte (Symbolbild). © IMAGO/IlluPics

Umfrage zur Kommunalwahl in Bayern: Freie Wähler verlieren drastisch an Zustimmung

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sind die größten Verlierer der aktuellen Erhebung die Freien Wähler, die als Koalitionspartner der CSU nur noch auf neun Prozent kommen. Das bedeutet einen dramatischen Einbruch von fast sieben Punkten im Vergleich zur Landtagswahl 2023, als sie noch 15,8 Prozent erreichten. Die Grünen etablieren sich mit 13 Prozent als drittstärkste Kraft, während die SPD bei acht Prozent verharrt.

Alle anderen Parteien scheitern laut dem am Mittwoch (14. Januar) veröffentlichten „Bayerntrend“ an der Fünf-Prozent-Hürde. Für die repräsentative Erhebung von Infratest dimap wurden vom Donnerstag vergangener Woche bis Montag 1177 Wahlberechtigte befragt.

AfD profitiert von politischer Unzufriedenheit

Im Vergleich zur Landtagswahl 2023 zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die CSU leicht zulegen konnte (2023: 37 Prozent), verzeichnet die AfD den größten Sprung von 14,6 auf 19 Prozent. SPD und Grüne bewegen sich etwa auf dem Niveau der letzten Landtagswahl. Die Umfrage gilt als wichtiger Stimmungstest wenige Wochen vor der bayerischen Kommunalwahl am 8. März. Abzuwarten bleibt, ob die AfD, die in den bayerischen Kommunen bisher kaum eine Rolle spielte, nun auch in größerer Zahl in die Stadt- und Gemeinderäte einziehen kann.

Die Arbeit der schwarz-orangen Regierung von Ministerpräsident Markus Söder wird zunehmend kritisch bewertet. 50 Prozent der Befragten zeigen sich demnach unzufrieden mit der Regierungsarbeit, nur 47 Prozent äußern sich zufrieden. Auch die Einzelleistung der CSU wird schlechter bewertet: Aktuell sind 44 Prozent zufrieden, nach dem Regierungsstart im Januar 2024 waren es noch 51 Prozent.

Noch deutlicher fällt die Bewertung der Freien Wähler aus: Nur noch 31 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv – vor zwei Jahren waren es 41 Prozent. Auch Ministerpräsident Söder persönlich muss Einbußen hinnehmen: 55 Prozent sehen ihn noch als guten Ministerpräsidenten, mit seiner gesamten politischen Arbeit sind 49 Prozent zufrieden. In beiden Kategorien verlor der CSU-Chef etwa fünf Prozentpunkte. (Quelle: dpa), (leo)

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