Erst die Eltern, jetzt die Tochter

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Halten zusammen: Isabell Wendtlandt und Daniel Matkovic sind nicht nur beruflich eng verbunden. © PRIVAT

Still und heimlich hat es im Krüner Kurhaus einen Pächterwechsel gegeben. Seit kurzem führt dort Isabell Wendtlandt in der Gemeinde-Einrichtung Regie. Sie übernimmt kurzerhand den Vertrag von Mama und Papa.

Krün – Es war ein kurzes Gastspiel, das Elaine (55) und Michael Wendtlandt (58) in Krün gegeben haben. Nach nur zwei Jahren hören die beiden als Kurhaus-Pächter auf und konzentrieren sich nun ausschließlich auf ihren Wallgauer Imbiss „Zur alten Sattlerei“. „Es war an der Zeit“, meint die bisherige Wirtin, die auch gesundheitliche Aspekte anführt, ohne näher ins Detail zu gehen.

„Dann ist alles ganz schnell gegangen.

Doch das Kurhaus bleibt sozusagen in der Familie. Denn die Nachfolgerin der Wendtlandts ist Tochter Isabell (35). Der Rückzug der Eltern hatte sich ihr zufolge im Sommer 2024 abgezeichnet. „Da haben wir mal darüber gesprochen.“ Konkret wurde es laut Isabell Wendtlandt im November. „Dann ist es ganz schnell gegangen.“

Nachdem sich die Wendtlandts geeinigt hatten, eine innerfamiliärer Rochade zum Jahreswechsel vornehmen zu wollen, gingen sie mit diesem Vorschlag zum Bürgermeister. So überraschend auf Thomas Schwarzenberger (CSU) die Personalie einprasselte, so gut konnte er mit der Lösung leben. Ähnlich sah es der Krüner Gemeinderat. „Ohne große Diskussionen“, so der Rathauschef, hat die Volksvertretung entschieden, dass das bislang geltende Arrangement zwischen Kommune und den bisherigen Pächtern „eins zu eins“ auf Isabell Wendtlandt übertragen wird. Der Kontrakt läuft bis Ende 2029.

Die neue Wirtin freut sich auf die Herausforderung Kurhaus. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich es so gerne mache“, sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau. „Aber das ist mein Ding.“ Mit ihrem Lebensgefährten Daniel Matkovic (37), der sie am 14. März heiraten wird, hat sie einen verlässlichen Partner an ihrer Seite. Wichtige Faktoren sind zudem Küchenchef Andreas Froschmayer und Wendtlandts Bruder Dominik (31) am Tresen. Spezialitäten im Restaurant sind Berliner Leber und Ochsenbackerl. „Gutes Essen macht viel aus.“ Wenn das noch mit einem Lächeln serviert wird, kann eigentlich nichts schief gehen, findet Isabell Wendtlandt.

Zur Welt kommt sie übrigens im Hohen Norden – in Kappeln nahe Flensburg in Schleswig-Holstein. Aufgewachsen ist sie in Rendsburg unweit von Kiel. 2011 landet sie im Oberen Isartal. Vor siebeneinhalb Jahren zieht ihr Freund Daniel, ein Rosenheimer, zu ihr. 2018 kommt das Töchterchen zur Welt. Es warten also große Herausforderungen auf die Wirtin, Ehefrau und Mutter. Doch Isabell Wendtlandt nimmt die Herausforderung an – mit nordischer Gelassenheit.

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