Rotoren sind montiert: Otterfinger Windrad soll sich Mitte Mai erstmals drehen

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Frisch montiert: Am windstillen Montag (14. April) gelang es, die schweren Rotorblätter am Otterfinger Windrad-Turm zu befestigen. Im Hintergrund ist Otterfing zu erkennen. © Thomas Plettenberg

Endlich sind die Flügel dran: Das Otterfing Windrad ist fertig montiert. Damit sind jetzt schon zwei Anlagen der Bürgerwind Hofoldinger Forst GmbH betriebsbereit. Jetzt wanderte der riesige Raupenkran weiter, über die Autobahn zur Ayinger Anlage. Ende April soll sich das erste Windrad des kleinen Windparks dann auch drehen.

Otterfing – Dem Otterfinger Windrad sind endlich Flügel gewachsen. Am vergangenen Wochenende (12./13. April) blies auf Nabenhöhe (167 Meter über Grund) der Wind noch zu stark, um die drei je 80 Meter langen Rotorblätter sicher montieren zu können. „Am Montag (14. April) hat‘s aber geklappt“, berichtet Martin Sterflinger, Geschäftsführer der Bürgerwind Hofoldinger Forst GmbH.

Der Raupenkran kann jetzt zerlegt und an den dritten Bauplatz auf Ayinger Flur transportiert werden – auf die andere Seite der Autobahn. Etwa 150 Lkw-Fahrten sind dafür nötig. Die meisten Transporte können laut Sterflinger die Markweg-Brücke über die A8 nutzen, einige sind jedoch so schwer, dass sie den Umweg über die größere Hofoldinger Autobahn-Überführung nehmen müssen. „Diese Verlegung des Krans dürfte also länger dauern als das Versetzen vom Sauerlacher zum Otterfinger Standort.“

Das international besetze Montage-Team – die Spezialisten kommen etwa aus Polen, Portugal oder Ungarn – mussten am Otterfinger Windrad bei einer Steuerung für die Gondeldrehung länger schrauben als erwartet. „Aber das ist kein Beinbruch“, sagt Sterflinger, „wir liegen noch gut im Zeitplan.“ Es reicht sogar, um den Teams einen kleinen Osterurlaub in der Heimat zu gönnen.

Am Mittwoch (16. April) wird bei Sauerlach die Übergabe-Station der Netzeinspeisung in Betrieb genommen. Den ersten Strom für die GmbH soll das Sauerlacher Windrad Ende April produzieren. Zwei Wochen später – so der Plan – dreht sich die Otterfinger Anlage, gefolgt im gleichen Abstand vom Ayinger Windrad. Damit verdient der Windpark dann auch sein erstes Geld über die EEG-Vergütung.

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