Der Klosterberg in Au ist jetzt vollgesperrt – Konsequenzen für Anwohner und Eltern von Kindergartenkindern

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Neben der Mauer wurden inzwischen auch die Säulen und der Sockel am Schlosspark entfernt, um die Brücke abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. © Hellerbrand

Bislang war die Brücke am Klosterberg in Au, die komplett erneut wird, noch halbseitig befahrbar. Nun ist sie vollgesperrt, was neben Anwohnern auch die Eltern der Kinder des Kindergartens Maria de la Paz betrifft. Bis Jahresende müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Au/Hallertau – Aktuell ist es ruhig im Bereich der Brücke an der Klosterbergstraße. Doch der Schein trügt, denn nach umfangreichen Vorarbeiten geht es nach Pfingsten im Bereich zwischen Pfarrkirche St. Vitus und der ehemaligen Marienapotheke richtig los. Mit Konsequenzen für Anwohner sowie Eltern der Kleinen vom Kindergarten Maria de la Paz: Vollsperrung.

Der Grund ist der Beschluss, dass die Brücke, die den Leitersdorfer Bach überquert, dessen Wasser den Weiher mit den Holzpfählen am benachbarten Schloss speist, komplett neu gebaut wird. Die Genehmigungen hierzu sind bereits eingeholt, darunter auch die Abtragung der Mauerelemente, die den Schlosspark und den Straßenzug trennen. In früheren Jahren stand statt der Mauer eine Holzlatten-Konstruktion zwischen den Säulen, die jedoch in den 90er Jahren seitens der Schlossparkbesitzer komplett „zugemauert“ wurde.

Auch dieses zusätzliche Gewicht war für die Standfestigkeit der Brücke sicher nachteilig. Daneben nagte der Zahn der Zeit an dem viel befahrenen Bauwerk, was sich an der Korrosion der Träger sowie erheblichen Rissen im Betonfundament zeigte. Mit der Genehmigung auf nur noch halbseitige Befahrung war die Brücke bis jetzt noch befahrbar, doch nun sind die Tage gezählt.

Noch vor dem Neubau der Klosterberg-Brücke öffnete der Zweckverband die Straße, um eine neue Wasserleitung auf 75 Meter Länge unter die Brücke zu verlegen.
Noch vor dem Neubau der Klosterberg-Brücke öffnete der Zweckverband die Straße, um eine neue Wasserleitung auf 75 Metern Länge unter die Brücke zu verlegen. © Hellerbrand

Die Maßnahme sieht vor, dass das Bauwerk komplett abgetragen wird, um dann an gleicher Stelle Zug um Zug eine komplett neue Brücke entstehen zu lassen. Seitens des Gemeinderats wurden hierfür bereits die Aufträge erteilt. Dabei erhielt die Firma Schelle-Uslar aus Pfaffenhofen für 603 000 Euro den Zuschlag, wobei in diesem Auftrag auch die Neugestaltung des Aufgangs zur benachbarten Pfarrkirche auf der „Apotheker-Seite“ gehört. Der soll künftig neugestaltet werden, zudem soll die Treppe verschwinden und der Zugang barrierefrei möglich sein.

Zur Schwierigkeit bei der Brücken-Maßnahme gehört auch die Tatsache, dass in dem Bereich mehrere Versorgungsleitungen sowie ein großes Abwasserrohr verlaufen, die in das künftige Bauwerk mit eingebunden werden müssen. Der Zweckverband Hallertau hat dabei „sein Problem“ der Verlegung der Wasserleitung bereits im Vorfeld gelöst. Vor dem eigentlichen Beginn der Großbaustelle wurden hierfür im Bereich vor dem Höfl-Haus sowie am Parkplatz beim Marktplatz zwei große Löcher gebuddelt und das neue Rohr unter der bestehenden Brücke in 4,50 Meter Tiefe „durchgeschossen“.

Zu den Vorarbeiten gehörte auch das Entfernen der Aufbauten der Brücke: Die Mauer muss weg. Hierzu bedarf es den Segen des Denkmalamts, das ein Auge auf die geschichtsträchtigen Säulen warf. In der Folge wird dieser Bereich dann wieder „aufgebaut“, wofür die Gemeinde den Auftrag an den Diplomrestaurator Milan Meinl aus Hausen-Großmuß (51 500 Euro) vergeben hat. Wie früher soll jedoch anstatt des Mauerwerks wieder ein Holz-Latten-Zaun zwischen den Säulen entstehen.

Doch das dürfte sich noch hinziehen, auch wenn die gesamte Baumaßnahme bis Jahresende fertig gestellt werden muss. Denn im kommenden Jahr wartet bereits die nächste Großbaustelle auf Au: Die Neugestaltung der Oberen Hauptstraße als dritter Bauabschnitt der Ortssanierung.

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