Der bekennende „Orffianer“ Konstantin Wecker tritt am 24. März ohne Gage in Dießen auf. 302 Anfragen nach Karten für das einmalige COMU-Baustellenkonzert mit dem Künstler sind bei der Carl-Orff-Stiftung eingegangen. Da nur 68 Tickets in den freien Verkauf kommen, mussten die Anrechtsscheine ausgelost werden.
Dießen - Laut Brandschutz darf das Konzert nur vor 150 Gästen stattfinden. Die meisten Plätze sind für langjährige Sponsoren und Förderer reserviert. Für das Restkontingent fand die Auslosung im Dauerausstellungssaal statt, weil es draußen im Park vor der Bronze-Skulptur „Rad der Fortuna“ zu kalt war. Als Glücksfee fungierte Marie Gräfin von Waldburg, bekannt als langjährige Gesellschaftsreporterin Marie Waldburg bei der Bunten und Ehefrau des Greifenberger Schlossherrn Benedikt Freiherr von Perfall. Sie hat oft über Konstantin Wecker geschrieben und schwärmt von seiner Einspielung „Carmina Burana & Carmina Bavariae“ zusammen mit der Bayerischen Philharmonie.
Die mit Assistenz von Altbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzendem Herbert Kirsch gezogenen Wecker-Fans werden jetzt informiert, dass sie die Karten ab sofort verbindlich ordern können. 95 Euro kostet ein Ticket, zusammen mit Meet & Eat 144 Euro. Der Reinerlös des Benefizkonzerts, bei dem Wecker und sein Pianist Jo Barnickel ohne Gage auftreten, kommt ausschließlich sozialen Projekten und den vorbildlichen Inklusionsprogrammen des COMU zugute. Dafür wurde auch ein hochkarätiger Förderkreis ins Leben gerufen, dem zum Beispiel die DELO-Inhaber Sabine und Dr. Wolf Herold angehören.
Einst besuchte Wecker Orff in Dießen
Judith Janowski, der Generalsekretärin der Carl-Orff-Stiftung, ist der Coup gelungen, Deutschlands meinungsstärksten Musiker und Liedermacher Konstantin Wecker ohne Gage nach Dießen zu holen. Wecker kommt nicht zum ersten Mal an den Ziegelstadel. In den 70er Jahren hat er „als Fan“ mehrmals den Carmina-Burana-Schöpfer Orff in seinem Arbeitszimmer besucht. „Spiel was“ habe Orff bei seinem ersten Treffen gesagt, so Wecker in seinen Erinnerungen. Er habe damals das sehnsuchtsvolle Lied „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ mit aufbrausender Klavier-Begleitung gewählt. Orff lauschte, während er hinter ihm auf und ab lief. Sein Kommentar: „Du spielst komisch Klavier.“ Und dann machte er dem jungen Wecker das „das schönste Kompliment, das ich jemals bekommen habe.“ Er sagte „Du bist kein Mozart, du bist kein Schubert. Du bist der Wecker!“
Carl Orff (1895-1982), von dessen Wohn-Arbeitshaus und neuem Museumsanbau man über den Ammersee nach Andechs blicken kann, wo er in der Klosterkirche beigesetzt wurde, wäre sicher stolz auf Konstantin Wecker, dessen Talent er früh gewürdigt hat. Und Wecker als „bekennender Orffianer“, dankt ihm posthum mit seinem Benefiz-Auftritt, dessen Einnahmen zu hundert Prozent in das Inklusionsprogramm des Museums fließen, das im Sommer dieses Jahres eröffnet wird.
Einen Vorgeschmack auf die Kuchenauswahl des künftigen Museumscafés „Klangbar“ gab es gerade zwei Wochen lang im PopUp-Store neben dem Rathaus.
Aus drei Sorten haben 421 Besucher mit Stimmzetteln ihre zwei Favoriten gewählt, die es ins Kuchenbuffet schaffen. Amelie Oellinger hatte 28 Kuchen gebacken, die in 1.263 Portionen getestet wurden. Sieger wurden die Apfel- und Pistazie-Himbeer-Kuchen. Die Rezepte stammten aus Lieselotte Orffs Sammlung von Lieblingsnaschereien ihres Gemahls.
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