Stadt für ihre „exzellente Verwaltung“ ausgezeichnet

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Ein Zertifikat, auf das die Stadt stolz ist: Cordula Kießling (rote Jacke) kam eigens aus Berlin, um Bürgermeister Patrick Janik im Kreise von Mitarbeitern und Gästen das CAF-Gütesiegel und die Urkunde zu überreichen. © Andrea Jaksch

Exzellent: Starnberg erhält das CAF-Gütesiegel vom Bundesministerium des Innern und für Heimat.

Starnberg - Es ist eine Auszeichnung, die die Stadt Starnberg besonders stolz macht: Das CAF-Gütesiegel, wobei CAF für Common Assessment Framework steht. Dieser Tage verlieh es das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) an die Stadt. Cordula Kießling, stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Digitale Verwaltung im BMI, kam extra aus Berlin angereist, um Bürgermeister Patrick Janik die Urkunde zu überreichen. Das CAF ist ein gemeinsames europäisches Bewertungsmodell für die Qualität der öffentlichen Verwaltung Europas. Bundes-, Landes- und kommunale Behörden setzen dieses Modell ein, um damit ihre Leistungsfähigkeit stetig zu verbessern.

Das Qualitätsbewertungsmodell CAF wurde im Jahr 2000 von Ministern beschlossen, die für den öffentlichen Dienst zuständig sind. Es soll die Modernisierung fördern und die Leistungsfähigkeit in der öffentlichen Verwaltung Europas kontinuierlich verbessern. „Das CAF-Gütesiegel ist eine europäische Zertifizierung für exzellente und innovative öffentliche Verwaltungen, öffentliche Unternehmen und Non-Profit-Organisationen“, heißt es auf der Internetseite des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ). Dass KDZ wurde vom österreichischen Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport als CAF-Zentrum eingesetzt. Es morderiert den Prozess und vergibt Gütesiegel.

Das CAF ist ein Selbstbewertungsinstrument, „das Organisationen dabei unterstützt, ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Leistungen zu entwickeln“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Janik betonte, dass der Prozess hin zum Gütesiegel insgesamt ein sehr lehrreicher war. „Ich bin geradezu stolz, dass Starnberg das Siegel im ersten Anlauf bekommen hat“, freute er sich. Das sei nicht die Regel.

Thomas Porok, Geschäftsführer des KDZ, betonte, dass das CAF-Gütesiegel zu Recht an die Stadt Starnberg wegen der „exzellenten Verwaltung“ verliehen wird. Der Prozess hin zum Siegel dauere rund vier Monate. Ein Team aus allen Bereichen einer Dienststelle bewertet zunächst verschiedene Bereiche wie die Führung, die Prozesse oder die soziale Verantwortung. „Es wird bewertet, was schon gut läuft und wo noch Verbesserungsbedarf ist“, sagte Porok. „Am Ende des CAF-Prozesses geht man mit einem gemeinsamen Aktionsplan raus, um sich weiter zu verbessern.“ Die Selbstbewertung werde so zu einem Verbesserungsprozess.

Anschließend können Organisationen, in dem Fall die Stadt Starnberg, das Zertifikat „CAF-Gütesiegel“ beim österreichischen CAF-Zentrum KDZ beantragen. Jeweils zwei externe Experten aus dem öffentlichen Sektor entscheiden schlussendlich darüber, ob das Gütesiegel vergeben wird. Porok ist besonders stolz, dass am Ende ein deutsch-österreichisches Team beschlossen habe, dass Starnberg das Siegel erhält, nämlich ein Kollege aus dem Bezirk Oberbayern und einer aus dem österreichischen Innenministerium.

Ludwig Beck, Geschäftsleiter der Stadt, freute sich, dass das CAF auch besonders gut für das Teambuilding gewesen sei. Er bedankte sich insbesondere bei den Kollegen und bei Janik, der immer hinter dem Projekt gestanden und die Kosten freigegeben habe. „Durch das Selbstbewertungssystem lernt man die Bedürfnisse der Verwaltung kennen“, sagte Beck. „Das CAF bringt uns nachhaltig weiter, weil wir uns immer von innen heraus weiterentwickeln können.“

Kießling überreichte Janik die Urkunde mit den Worten: „Sie feiern sich zu Recht selbst.“ Nach vier Jahren sei Halbwertszeit, dann müsse sich die Stadt um eine Nachzertifizierung kümmern. Das sei aber ganz einfach zu merken, wegen der Fußball-EM, die dann wieder stattfindet.

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