In ganz Österreich müssen Reisende pro Übernachtung eine Ortstaxe zahlen. Ab 2026 muss hier vor allem in der Hauptstadt mit mehr Kosten gerechnet werden.
Wien – Die Hauptstadt Österreichs zieht jährlich tausende Touristen in ihren Bann. Ob Schloss Schönbrunn, der Stephansdom oder die vielen Cafés – Wien ist ein beliebtes Reiseziel. Wer die Stadt auch in Zukunft besuchen möchte, muss ab nächstem Jahr allerdings mehr zahlen. Denn Wien plant, die Ortstaxe um mehr als fünf Prozent anzuheben. Und das soll nicht die letzte Preissteigerung sein.
Zuerst war der Schock groß in der Hauptstadt Österreichs. Denn die Ortstaxe sollte fast verdreifacht und der Prozentsatz von 3,2 auf 8,5 Prozent angehoben werden. Die neuen Preise sollten ab Dezember 2025 gelten. Ein paar Tage darauf gab die Stadt bekannt den Anstieg zu verschieben und zu staffeln. Nun soll die Ortstaxe ab 1. Juli 2026 zunächst auf 5 Prozent steigen. Ein Jahr später geht der Satz nochmals um drei Prozent nach oben. Das berichtete wien.orf. Der Betrag schlägt sich dann auf den Preis pro Nacht.
Nicht nur Ortstaxen in Österreich: Auch andernorts müssen Reisende mit mehr Kosten rechnen
Nach der ersten Bekanntgabe machte sich viel Kritik bei der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) breit. Vor allem die Hoteliers standen der Erhöhung kritisch gegenüber. Denn viele Reisende hatten schon ihre Reise gebucht. Hotel- und Tourismusbranche hätten die Mehrkosten also übernehmen müssen. Deshalb führte Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) ein persönliches Gespräch mit der Wirtschaftskammer Wien und der Österreichischen Hotelvereinigung. Eine Erhöhung sei aber unbedingt notwendig, hieß es, denn auch die Preise in der österreichischen Hauptstadt werden teurer. Dazu zählen auch die Tarfife bei den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Hauptstadt erhofft sich durch die Erhöhung der Ortstaxe eine große Mehreinnahme. 2024 hatte Wien allein mit der Ortstaxe zusätzlich mindestens 11 Millionen Euro eingenommen. Durch die Erhöhung kommt es laut Berechnungen des WKO zu einem zusätzlichen Plus von 69 Millionen Euro.
Auch Innsbruck hob die Ortstaxe bereits Mitte dieses Jahres auf drei Euro an. Genauso wie in Wien gibt es hier eine Erhöhung in zwei Etappen. Im Mai 2026 geht der Preis nochmals um einen Euro nach oben, also auf insgesamt vier Euro pro Nacht. Urlauber müssen sich aber nicht nur bei den Ortstaxen auf mehr Kosten einstellen. Zusätzlich müssen Reisende ab 2026 auch mehr für die Vignette zahlen. (Quellen: wien.orf, wko) (mtw)
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