Mit sichtbarem Stolz empfing Martin Jall aus der Vorstandschaft der Stadtkapelle unsere Redaktion zu einem Rundgang durch das fast fertiggestellte Musikerheim der Stadtkapelle Mindelheim. Was hier in der Nähe der Eichet-Kapelle entstanden ist, sucht in der Region seinesgleichen.
Mindelheim – Herzstück des Neubaus ist der großzügige Proberaum, der Platz für bis zu 100 Musikerinnen und Musiker bietet. Bereits jetzt erfreut er sich großer Beliebtheit – nicht nur bei der Stadtkapelle, sondern auch bei befreundeten Vereinen und Musikprojekten. Die ansteigenden Podeste im Raum garantieren jedem Musiker beste Sicht auf den Dirigenten. Für den perfekten Raumklang sorgen ausgeklügelte Akustikelemente an Decken, Wänden und in Form von Vorhängen.
Erste Gäste durfte das neue Heim bereits begrüßen: Das Bezirksjugendblasorchester (BJBO) Youngstars, das Orchester für junge Musiker im Alter von elf bis 16 Jahren, war kürzlich zu Gast. Im Herbst folgt das „große“ Bezirksjugendblasorchester (BJBO) für 16- bis 27-Jährige – auch sie freuen sich auf die herausragenden Bedingungen in Mindelheim.
Doch das Musikerheim kann noch mehr, eine voll ausgestattete Profiküche ermöglicht die umfassende Versorgung bei Projektwochen und Probenphasen. Das gemütliche „Stüble“ lädt zum Verweilen ein. Hier wurden alte Balken aus dem ehemaligen Bauhofsstadel der Stadt verbaut – ein rustikaler Charme, der Geschichte spürbar macht.
Auch ein Stück Mindelheimer Kunstgeschichte bleibt sichtbar. Der Künstler und Ehrenbürger Erwin Holzbauer malte vor genau 50 Jahren einen Fries mit Musikern und Fanfarenbläsern ins alte Musikerheim – dieses Kunstwerk wurde originalgetreu reproduziert und schmückt nun als großformatiger Druck den Flur des neuen Gebäudes.
Martin Jall zeigt sich dankbar für die zahlreichen Unterstützer und Gönner, die den Bau erst möglich gemacht haben. Jede geleistete Stunde der Mitglieder ist im sogenannten Baubuch festgehalten: Seit dem 3. Januar 2019 sind so über 15.000 Arbeitsstunden zusammengekommen.
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