Warnstreik-Chaos in Hamburg! Verdi legt spontan den Flughafen schon einen Tag vor den angekündigten Streiks lahm, alle Flüge wurden gestrichen. Am Montag folgt dann ein bundesweiter Streik an Flughäfen. Alles Wichtige lesen Sie hier im Ticker.
Die betroffenen Flughäfen:
- Berlin
- Bremen
- Dortmund
- Düsseldorf
Frankfurt am Main
- Hamburg
- Hannover
- Köln/Bonn
- Leipzig/Halle
München
- Stuttgart
An den Airports Weeze bei Düsseldorf und Karlsruhe/Baden-Baden sind nur Beschäftigte des Luftsicherheitsbereichs zum Ausstand aufgerufen.
Streiks haben begonnen - größer als geplant
6.10 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Warnstreiks an 13 deutschen Flughäfen begonnen. Seit Mitternacht sind Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst der Flughafenbetreiber, den Bodenverkehrsdiensten und der Luftsicherheitsbereiche in verschiedenen Tarifkonflikten im Ausstand, wie ein Sprecher der Gewerkschaft bestätigte. Der Warnstreik soll 24 Stunden dauern.
Auch die Warnstreiks in anderen Einrichtungen des Bundes und der Kommunen sollen in dieser Woche weitergehen. Die nächste Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst ist für diesen Freitag (14. März) in Potsdam geplant.
Dabei sind die Streiks noch größer als ursprünglich geplant. Den bereits seit Freitag geplanten Warnstreiks im öffentlichen Dienst sollen sich heute auch Beschäftigte der Luftsicherheitsbereiche anschließen, wie Verdi am Samstag ankündigte. Diese arbeiten in der Fluggastkontrolle, der Personal-, Waren- und Frachtkontrolle sowie in Service-Bereichen. Für sie wird derzeit ein neuer Manteltarifvertrag mit den Arbeitgebern im Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) verhandelt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. März angesetzt.
Der Flugverkehr wird in weiten Teilen Deutschlands zum Erliegen kommen: Nach einer ersten Schätzung des Flughafenverbands ADV fallen allein wegen des Ausstands im öffentlichen Dienst und bei den Bodenverkehrsdiensten voraussichtlich mehr als 3.400 Flüge aus, und rund 510.000 Passagiere können ihre Reisen nicht wie geplant antreten. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung gibt es derzeit an einem durchschnittlichen Tag rund 6.000 Flugbewegungen an deutschen Flughäfen. Dazu kommen noch rund 3.000 Überflüge im deutschen Luftraum.
Kein Passagierflugzeug fliegt vom Flughafen Frankfurt
5.57 Uhr: Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat den Flughafen Frankfurt weitestgehend lahmgelegt. Kein Passagierflugzeug werde den Flughafen am Montag verlassen, teilte ein Sprecher der Verkehrsleitung am Morgen mit.
Seit Mitternacht sind an mehreren Flughäfen in Deutschland Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst der Flughafenbetreiber, bei den Bodenverkehrsdiensten und den Luftsicherheitsbereichen in zwei verschiedenen Tarifkonflikten für 24 Stunden zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Von 1.116 Starts und Landungen mit zusammen rund 150.000 Passagieren wurden in Frankfurt den Angaben zufolge 1.054 annulliert. Laut dem Sprecher der Verkehrsleitung gibt es nur einige Ankünfte von Flugzeugen - teils mit Passagieren, teils leer. Am Drehkreuz Frankfurt geht der Flugbetrieb normalerweise um 5.00 Uhr morgens los, zwischen 23.00 und 5.00 Uhr gilt ein Nachtflugverbot.
Verdi plant am Morgen und Vormittag eine Kundgebung sowie eine Demonstration am Flughafen. Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen unter anderem acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber monatlich 350 Euro mehr, sowie drei zusätzliche freie Tage.
Streik in Berlin läuft - 67.000 Passagiere sind dort betroffen
Montag, 10. März, 4.23 Uhr: Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi am Hauptstadtflughafen BER hat begonnen. Die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienstleister legten gegen 3.30 Uhr die Arbeit nieder, wie Gewerkschaftssekretär Enrico Rümker am frühen Morgen der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Warnstreik soll den gesamten Tag andauern.
Der BER hatte bereits mitgeteilt, dass wegen des Ausstands kein Flugbetrieb möglich sei. «Sämtliche geplanten Abflüge und Ankünfte werden von den Streiks betroffen sein und können daher nicht stattfinden», hieß es. Nach Angaben eines Sprechers sind je 246 Ankünfte und Abflüge sowie 67.000 Passagiere betroffen. Der Flugbetrieb soll zum Betriebsstart am Dienstag wieder aufgenommen werden.
"Das ist einfach nur mies“ - Tagesschau-Sprecher sauer auf Verdi
13.29 Uhr: Der Streik am Hamburger Flughafen stößt auf großes Unverständnis und Kritik. Auch Constantin Schreiber, der am Sonntag eigentlich fliegen wollte, ließ seiner Frustration freien Lauf. In einem Beitrag auf der Plattform X erzählte der „Tagesschau“-Sprecher von seinem Ärger: „Ok, für mich ist es ärgerlich, wenn wegen eines unangekündigten Streiks am Flughafen HH mein Urlaub ausfällt.“
Doch Schreiber machte auch auf einen anderen Vorfall aufmerksam: „Aber was ist mit der Frau vor uns am Security-Check, die mit ihrem schwer kranken Kind zur Behandlung fliegen muss? Das ist einfach nur mies.“
Streik-Chaos in Hamburg betrifft wohl auch Gepäck
09.42 Uhr: Der spontane Warnstreik am Flughafen in Hamburg hat wohl weitere Konsequenzen für manche Reisende. Wie der NDR berichtet, hätten Reisende, die am Morgen bereits ihr Gepäck aufgegeben haben, massive Probleme, dieses zurückzubekommen. Dem Sender zufolge standen noch am Vormittag viele Menschen ratlos an den Schaltern.
Mega-Chaos in Hamburg! Verdi streikt spontan, alle Flüge gestrichen
Sonntag, 08.20 Uhr: Am Flughafen Hamburg geht nichts mehr. Dort gibt es bereits heute einen kurzfristig angekündigten Warnstreik - mit gravierenden Folgen für Reisende.
Nach Angaben einer Sprecherin fallen heute alle weiteren Flüge aus. Grund sei ein Warnstreik. „Aus diesem Grund ist der Flughafen ab sofort geschlossen“, teilte die Sprecherin mit. Heute waren dort ursprünglich 144 Ankünfte und 139 Abflüge geplant, davon konnten den Angaben zufolge heute Morgen nur rund 10 Flüge stattfinden. Die restlichen Abflüge und Ankünfte für den Tag seien gestrichen.
Ursprünglich sollte der Warnstreik am Hamburger Flughafen am Sonntagabend mit der Nachtschicht beginnen und bis zum Ende der Spätschicht am Montag andauern. Bundesweit hat Verdi für Montag zu Warnstreiks an 13 deutschen Flughafen aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifstreit mit Bund und Kommunen, in dem Mitte März die nächste Verhandlungsrunde ansteht.
Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte zu dem Warnstreik: „Der Streik war notwendig, damit die Streikwirkung auch wirklich gespürt wird.“ Bei Arbeitsniederlegungen mit Ankündigungen ergreife der Flughafen Maßnahmen und setze etwa Streikbrecher ein. Man wisse um die Auswirkungen für Flugreisende, aber die Arbeitgeber müssten nun ein Angebot vorlegen.
Verdi legt am Montag fast alle deutschen Flughäfen lahm
Freitag, 07. März, 10.11 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi will am Montag die elf größten deutschen Flughäfen lahmlegen. Nach der Ankündigung den größten in Frankfurt zu bestreiken, folgte die Ergänzung, dass elf Flughäfen betroffen sein sollen. Aufgerufen sind die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der Bodenverkehrsdienste an den Flughäfen München, Stuttgart, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Leipzig-Halle.
Bundesweiter Warnstreik in Kliniken und Heimen gestartet
Donnerstag, 06. März, 06.30 Uhr: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat Verdi einen bundesweiten Warnstreiktag an zahlreichen Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen von Bund und Kommunen gestartet. So seien in Köln etliche Beschäftigte mehrerer Kliniken dem Streikaufruf gefolgt, sagte ein regionaler Vertreter der Gewerkschaft der Deutschen Presse-Agentur.
Verdi geht davon, dass sich Beschäftigte aus bundesweit mehr als 200 Gesundheitseinrichtungen an dem Warnstreiktag beteiligen. Dabei geht es insbesondere um Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Laut Gewerkschaft gibt es in allen bestreikten Einrichtungen einen Notdienst. In Pflegeheimen werde häufig auf eine Besetzung wie an Wochenenden zurückgegriffen.
Mit Aktionstag, der sich Warnstreiks in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes wie etwa kommunalen Verkehrsbetrieben anschließt, will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen. So gelte es die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen zu verbessern, um Beschäftigte zu halten, neue Mitarbeiter zu gewinnen so und dem Personalmangel entgegenzuwirken.
„Equal pay day“: Verdi ruft zum Streik in typischen Frauenberufen auf
12.09 Uhr: Geschlossene Kitas, stillstehende Hilfetelefone, streikendes Pflegepersonal: Mit Arbeitsniederlegungen in typischen Frauenberufen des öffentlichen Dienstes will die Gewerkschaft Verdi in zahlreichen NRW-Städten am Freitag ein Zeichen für mehr Lohngerechtigkeit für Frauen setzen.
In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens sind daher im laufenden Tarifstreit mit Bund und Kommunen Beschäftigte in der Kinderbetreuung, Pflege und weiteren sozialen Einrichtungen der Städte zum Warnstreik aufgerufen.
Zahlreiche Verdibezirke, darunter die in vielen Ruhrgebietsstädten, aber auch Köln, Bonn, Leverkusen sowie Westfalen, das Münsterland und Südwestfalen schließen sich dem bundesweiten Aufruf zum „Equal pay day“ an. Der Aktionstag will auf die bestehenden Entgeltungleichheiten zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen.
Mehr Informationen zu den Warnstreiks erfahren Sie hier.