Trump drängt auf Zinssenkung: US-Notenbank Fed vor entscheidender Sitzung

Die US-Notenbank Federal Reserve steht vor einer wichtigen Entscheidung, die für die Wirtschaft und die Finanzmärkte große Folgen haben könnte. Experten rechnen damit, dass die Fed die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte senkt – auf einen Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent. 

Laut "Reuters" hat sich diese Erwartung zuletzt deutlich verstärkt, nachdem der Chef der New Yorker Fed, John Williams, eine Zinssenkung öffentlich unterstützt hat. 

Trump erhöht den Druck auf die Notenbank

Präsident Donald Trump übt seit Langem massiven Druck auf die Federal Reserve aus, um niedrigere Zinsen durchzusetzen. Er hat wiederholt erklärt, dass Zinssenkungen für ihn eine Priorität sind, und macht deutlich, dass er nur Personen in die Fed berufen will, die seine Politik unterstützen. 

Laut "Reuters" hat Trump kürzlich versucht, ein Mitglied der Fed zu entlassen, das nicht mit seiner Linie übereinstimmt. Zudem hat er Änderungen bei der Ernennung von regionalen Bankpräsidenten angestoßen, um mehr Einfluss auf die Entscheidungen der Notenbank zu gewinnen. 

Kritiker befürchten, dass Trumps Eingreifen die Unabhängigkeit der Fed gefährden könnte und ihre Glaubwürdigkeit als neutrale Institution untergräbt.

Das Logo der Federal Reserve
Das Logo der Federal Reserve Andrew Harnik/Getty Images

Vertrauen in die Fed wackelt

Der politische Druck könnten das Vertrauen in die Unabhängigkeit der US-Notenbank langfristig schädigen. Einige Investoren sind bereits vorsichtiger geworden und investieren weniger Geld in den USA

Sollte die Glaubwürdigkeit der Fed weiter leiden, könnten die Folgen für die Wirtschaft gravierend sein: Ein Verlust des Vertrauens könnte zu steigenden Finanzierungskosten für Unternehmen führen und Investitionen bremsen. 

Zudem könnten internationale Anleger ihr Kapital aus den USA abziehen, was den Dollar schwächen und die Inflation anheizen könnte.