Die Gemeinde Aying will Besitzer mit einer Kampagne und Benimmregeln dafür sensibilisieren, die Hinterlassenschaften ihre Hunde zu entsorgen.
Aying - Hundehaufen auf Wegen und Feldern und nicht angeleinte Vierbeiner sind in Aying ein Ärgernis. Das wurde auch bei der diesjährigen Bürgerversammlung in Großhelfendorf deutlich thematisiert (wir berichteten). Dort wurde ein Antrag gestellt, für das gesamte Gemeindegebiet eine Anleinpflicht für alle Hunde außerhalb des eigenen Grundstückes durch den Gemeinderat in einer Verordnung festzulegen.
Verordnung löst das Problem nicht
Doch schon damals machte Bürgermeister Peter Wagner (CSU) darauf aufmerksam, dass es so einfach nicht gehe. Von kommunaler Seite sei der gesetzliche Rahmen sehr eng gesteckt, was tatsächlich mit einer Verordnung getan werden darf und was nicht. Zumal es das eigentliche Problem der Hundehaufen in Grünstreifen und Feldern nicht lösen dürfte. Deswegen schlugen Wagner und seine Verwaltung dem Gemeinderat vor, proaktiv für die Mitnahme der Hinterlassenschaft zu werben.
Die Idee ist nicht neu, sei aber einen weiteren Versuch wert. Hundebesitzer sollen durch eine Öffentlichkeitsinitiative wachgerüttelt werden, damit die vorhandenen kostenlosen Hundekot-Tüten einschließlich der dafür vorgesehenen Mülleimer besser genutzt werden. Deswegen soll es eine Veröffentlichung der Hundetoilettenstandorte auf der Website sowie einen Flyer als Anlage zu den Hundesteuerbescheiden oder in einem Rundschreiben geben.
Nur Wenige sind beratungsresistent
Für den Bürgermeister ist das der bessere Weg: „Diese Vorschläge sind zielführender.“ Seines Wissens nach würden auch die Rückmeldungen aus der Landwirtschaft besagen, dass sich 90 bis 95 Prozent der Hundebesitzer daranhalten würden, wie sie mit dem Geschäft des Vierbeiners umgehen sollen. Es handle sich also eher um einen geringen Prozentsatz: „Manche sind einfach beratungsresistent.“
Wagner plädierte für das bessere Ausweisen der Restmülltonnen beziehungsweise eine Überprüfung des Bedarfs, einer Veröffentlichung von „Benimmregeln“ und die Verwendung von biologisch abbaubaren Tüten. Schlicht und ergreifend möchte die Kommune dem Thema mehr Aufmerksamkeit widmen und dann schauen, ob diese Maßnahmen Erfolg bringen. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat diese Vorgehensweise und lehnte es ab, eine Anleinpflicht zu erlassen.