Weil sich ein Riss durch einen Dachbalken zieht, wurde eine Kirche in Germering sofort gesperrt. Gerüchten über einen Verkauf der Kirche widerspricht der Pfarrer.
Germering - Bei einer routinemäßigen Untersuchung des Daches der Pfarrkirche St. Cäcilia in Germering-Harthaus ist ein Riss an einem tragenden Dachbalken festgestellt worden. Ein hinzugezogener Statiker hat deshalb eindringlich geraten, die Kirche sofort zu schließen, um mögliche Gefahren auszuschließen. Eine genauere Untersuchung wurde bereits veranlasst.
Pfarrer Andreas Christian Jaster und die Verwaltungsleiterin der Stadtkirche, Ines Berens, ließen sich von dem Schaden nicht aus der Ruhe bringen. „Wir werden unsere Gottesdienste übergangsweise einfach im Pfarrsaal von St. Cäcilia feiern“, betonten beide. Der Pfarrsaal befindet sich neben der Kirche und sei vielen Gemeindemitgliedern durch die wöchentlichen Seniorennachmittage und die Proben des Cillis-Gospelchors bereits bekannt.
Pfarrer Jaster erklärte, dass es irreführende Gerüchte bezüglich eines Verkaufs der Pfarrkirche gegeben habe. „Eine ältere Dame meinte gar, die Pfarrkirche St. Cäcilia sei an eine Münchner Firma verkauft worden“, so Jaster. Ein solcher Verkauf wäre allerdings gemäß Stiftungsrecht nicht ohne weiteres möglich, da das Kirchenvermögen nicht durch Verkäufe geschmälert werden darf. „An dem Gerücht ist nichts dran“, versicherte er.
In der katholischen Kirche ist die Kirchenverwaltung für den Erhalt kirchlicher Gebäude und die Sicherheit der Besucher verantwortlich. „Sicherheit geht im Zweifelsfall immer vor“, betonte Ines Berens. Pfarrer Jaster dankte den Kirchenverwaltungen für ihre Arbeit und Verantwortung. „Die Gläubigen können sich darauf verlassen, dass sie bei den Verantwortlichen in guten Händen sind“, fügte er hinzu.
Mit Blick auf die Zukunft der Pfarrkirche St. Cäcilia äußerte Pfarrer Jaster seine Hoffnung, dass die Aussendung von Gemeindereferent Sebastian Funer am 18. Oktober durch Kardinal Reinhard Marx wieder in der Pfarrkirche stattfinden könne.