Klare Vorgaben für Mauer in prominenter Lage

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Die Stützmauer am Hotel Das Tegernsee ist marode und wird erneuert. © Thomas Plettenberg

Eine markante Natursteinmauer sichert bisher das Hanggelände unterhalb des Hotels Das Tegernsee. Sie ist marode und muss saniert werden. Geplant ist nun eine begrünte Spritzbetonwand.

Tegernsee - Schon jetzt sichert eine massive Stützmauer aus Natursteinen das steile und terrassierte Gelände unterhalb des Hotels Das Tegernsee an der Neureuthstraße. Die Mauer ist jedoch baufällig und muss erneuert werden. Zur jüngsten Sitzung des Bauausschusses lag den Mitgliedern daher ein entsprechender Antrag vor.

Wie Bauamtsleiterin Bettina Koch erläuterte, ist statt der bisherigen Naturstein-Trockenmauer eine permanent vernagelte Spritzbetonwand geplant, die begrünt werden soll. Auf einer Länge von rund 80 Metern und mit einer Höhe von zwei bis vier Metern soll die neue Mauer so errichtet werden, dass die Hotel-Terrasse und die Freiflächen in ihrer jetzigen Form erhalten werden können.

Neue Stützmauer am Hotel Das Tegernsee: Sie wird begrünt

Infos bekam das Gremium auch zur geplanten Begrünung: So soll die Mauer mit sogenannten Geozellen und Geotextilien bedeckt und dann bepflanzt werden. Die Arbeiten sollen geländeschonend und von oberhalb der Mauer erfolgen. An drei Stellen des Geländes solle die Baustelleneinrichtung erfolgen.

Rudolf Gritsch (CSU) fand es grundsätzlich gut, dass die alte Mauer saniert wird. „Wenn da etwas herausbricht, wäre das schon bedrohlich“, warnte Gritsch, wunderte sich aber über die Technik mit Spritzbeton. Angesichts der stets feuchten Wiesen am Hang befürchtete er, dass die Spritzbetonwand wie eine Staumauer wirken und der Druck darauf nur noch größer werden könnte. Koch verwies auf Bodengutachten sowie statische Gutachten und darauf, dass es nicht Aufgabe der Stadt sei, dies zu prüfen.

Neue Stützmauer am Hotel Das Tegernsee: „Extremer Eingriff“, findet Grünen-Rat Marcus Staudacher

Marcus Staudacher (Grüne) bezeichnete die geplante Mauer als „extrem hässlich“ und „brutalen Eingriff“. Er wünschte sich Fotos, um sich das Bauwerk vorstellen zu können. Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) nannte als Beispiel die Mauer an der Pointkurve. „Und wenn das mal begrünt ist, sieht man vom Beton nichts mehr“, so Hagn. „Das wird aber eine Zeitlang dauern, ein bis zwei Jahre“, fügte Peter Hollerauer (FWG) hinzu. Gritsch entgegnete, dass man eine neue Natursteinmauer jedoch auf Dauer sehen werde.

Mit dem von Hagn formulierten Beschlussvorschlag waren am Ende alle einverstanden: Die geplante Spritzbetonwand wird befürwortet. Sie dürfe aber wegen ihrer prominenten Lage nach ihrer Fertigstellung und Bepflanzung nicht mehr sichtbar sein, sonst müsse sie mit einer Bruchsteinmauer verblendet werden.

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