Wenn Ihr Hund nicht auf Ihr Rufen reagiert, liegt es oft nicht am Tier. Ein Hundetrainer verrät, wie Sie das Training richtig aufbauen und endlich erfolgreich sind.
Ein Rückruf, der auch in heiklen Situationen zuverlässig funktioniert, ist keine Zauberei. Entdecken Sie den einfachen, aber entscheidenden Trick, den viele Halter im Alltag übersehen. Der kommt von niemand Geringerem als Will Atherton, einem bekannten britischen Hundetrainer. Der klärt in einem viralen Video darüber auf, was viele falsch machen.
Das Problem: der Ruf im falschen Moment
Viele Hundebesitzer machen den Fehler, den Rückruf fast ausschließlich in Situationen zu trainieren, in denen er bereits dringend benötigt wird. Genau hier liegt laut dem britischen Hundetrainer Will Atherton der Kern des Problems.
- Hohe Ablenkung: Läuft Ihr Hund bereits einem anderen Tier nach oder spielt ausgelassen mit Artgenossen, ist diese Aktivität für ihn weitaus spannender und selbstbelohnender als Ihre Rufe.
Negative Verknüpfung:Wenn der Rückruf fast immer bedeutet, dass der Spaß vorbei ist (z. B. weil der Hund an die Leine muss), lernt Ihr Vierbeiner, das Kommando eher zu meiden. - Zu spät trainiert: In einer bereits eskalierten Situation, etwa, wenn der Hund auf eine Straße zuläuft, ist es für ein effektives Kommando zu spät. Der Hund ist nicht mehr aufnahmefähig für Lerninhalte.
Die Lösung: Training zur Gewohnheit machen
Der Schlüssel zu einem verlässlichen Rückruf liegt darin, ihn zu einer positiven und alltäglichen Gewohnheit zu machen, anstatt ihn nur als „Notbremse“ zu nutzen.
- Üben ohne Anlass: Rufen Sie Ihren Hund regelmäßig während des Spaziergangs zu sich, auch wenn es gar keinen besonderen Grund dafür gibt und keine Ablenkungen in der Nähe sind.
- Positive Bestärkung: Verknüpfen Sie das Zurückkommen immer mit einer positiven Erfahrung. Das kann ein besonderes Leckerli, ein kurzes, ausgelassenes Spiel oder einfach nur überschwängliches Lob sein.
- Konsequenz ist entscheidend: Durch das ständige, stressfreie Wiederholen wird der Rückruf für Ihren Hund zu einer selbstverständlichen und positiven Routine. Diese gefestigte Gewohnheit funktioniert dann auch zuverlässig in Situationen, in denen es wirklich darauf ankommt.
Die häufigsten Fragen (FAQ) zum Rückruftraining
Wer ist Will Atherton? Will Atherton ist ein bekannter britischer Hundetrainer, der eine Hundeschule führt und sich auf die Arbeit mit Jagdhundrassen spezialisiert hat. Er ist vor allem durch seine Videos auf Social-Media-Plattformen bekannt, in denen er Trainingstipps für den Alltag gibt.
Welche Trainingsbelohnungen eignen sich am besten? Das hängt vom Hund ab. Besonders wirksam sind sogenannte „Jackpot-Belohnungen“, die es nur für den Rückruf gibt. Das kann ein besonders hochwertiges Leckerli, ein kurzes, intensives Spiel mit dem Lieblingsspielzeug oder eine ausgiebige Streicheleinheit sein.
Wie oft sollte man den Rückruf üben? Experten empfehlen, gerade am Anfang mehrmals täglich in sehr kurzen Sequenzen von ein bis zwei Minuten zu trainieren. So bleibt die Konzentration des Hundes hoch und das Training wird nicht als anstrengend empfunden. Später kann man die Einheiten allmählich steigern.
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