Autarkie-Spezialist erklärt - Energieflatrate ermöglicht mehr Einnahmen für Vermieter, weniger Stress für Mieter

Hohe Autarkie senkt Grenzkosten

Technologische Umwälzungen reduzieren die Grenzkosten vieler Produktionsprozesse auf nahezu null. Eine Ökonomie des Überflusses löst die auf Knappheit gegründete ab. Hochgradig energieautarke Gebäude versorgen sich dezentral weitestgehend selbst mit Strom und Wärme durch Photovoltaik und betreiben sogar eigene Ladestationen für Elektroautos. Mit einem Autarkiegrad von über 60 Prozent eröffnen sie realistische Chancen für eine nahe-Null-Grenzkostengesellschaft im Wohnbereich.

Pauschalmieten mit Energieflatrate

Indem zukünftige Betriebskosten in die Investitionskosten einbezogen werden, ermöglichen diese Gebäude Vermietern die Einführung von festen Pauschalmieten mit Energieflatrate. Diese beinhalten neben dem Wohnentgelt auch die Abgeltung für Wärme, Strom und E-Mobilität.

Vermieter profitieren von zwei bis drei Euro höheren Mieteinnahmen pro Quadratmeter und Monat im Vergleich zur traditionellen Kaltvermietung. Zudem reduzieren längere Mietverhältnisse den Verwaltungsaufwand und vermeiden Rechtsstreitigkeiten über Betriebskostenabrechnungen.

Enttechnisierung als Kostensenker

Ein wesentlicher Kostentreiber beim Neubau ist derzeit die aufwändige Gebäudetechnik. Hochgradig energieautarke Häuser setzen auf einen „Low-Tech“-Ansatz und verzichten auf komplizierte und wartungsintensive Technik wie zentrale Lüftungsanlagen, Wärmepumpen oder Fußbodenheizungen. Stattdessen sorgen hocheffiziente Strahlungsheizungen auf Infrarotbasis für Wärme, und Warmwasser wird dezentral elektrisch aufbereitet. Diese Enttechnisierung senkt sowohl Bau- als auch Betriebskosten erheblich und reduziert die Abhängigkeit von Fachkräften für Wartung und Reparatur.

Attraktiver Wohnraum für verschiedene Zielgruppen

Mieter profitieren von der Energieflatrate und der damit verbundenen Kostensicherheit. Besonders für die Flatrate-Generation, die sich nicht mit komplizierten Energieanbietern auseinandersetzen möchte, sowie für ältere Menschen mit begrenztem Rentenbudget ist dieses Modell attraktiv. Gemeinsame Elektrofahrzeuge für die Hausgemeinschaft erhöhen zusätzlich die Attraktivität des Wohnraums.

CO₂-steuerfreies Wohnen als Zukunftsvision

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien und den Verzicht auf fossile Brennstoffe ermöglichen diese Häuser ein CO₂-steuerfreies Wohnen. Die effiziente Gebäudehülle mit entsprechender Speichermasse sorgt für einen minimalen Heizwärmebedarf. Investitionen in Photovoltaik und Akkus werden durch Einsparungen bei der Heiztechnologie finanziert. So wird eine Vision zur Realität: nachhaltiges Wohnen mit hoher Lebensqualität und wirtschaftlichen Vorteilen für alle Beteiligten.

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