Für den Kampfjet ohne Pilot: Deutsche Rüstungskonzerne beschließen brisante Kooperation

  1. Startseite
  2. Wirtschaft

Kommentare

Europa und besonders die Bundeswehr rüsten auf. Ein Großprojekt dabei: Der voll-autonome Kampfjet CA-1 Europa der deutschen Rüstungsfirma Helsing. Damit dieser Erfolg hat, setzt Helsing auf Kooperationen.

München – Die deutschen Rüstungsunternehmen Hensoldt und Helsing haben eine strategische Partnerschaft für eine gemeinsame Weiterentwicklung von Verteidigungstechnologien vereinbart. Das erste gemeinsame Produkt der beiden Unternehmen werde die Zusammenarbeit beim KI-gestützten autonomen Kampfflugzeug CA-1 Europa von Helsing, teilten die Unternehmen vor der Münchner Sicherheitskonferenz mit.

Der CA-1-Europa: Der voll-autonome Kampfjet soll Europas Abwehrbereitschaft stärken.
Der CA-1-Europa: Der voll-autonome Kampfjet soll Europas Abwehrbereitschaft stärken. © IMAGO

Die CA-1 Europa solle künftig mit Sensorik von Hensoldt ausgestattet werden, wurde erklärt. Geplant sei die Integration von Technologien und Sensoren aus den Bereichen Radar, Optronik, Selbstschutz sowie elektromagnetischer Kampfführung. Helsing und Hensoldt arbeiten bereits gemeinsamen mit dem norwegischen Konzern Kongsberg zusammen, um bis 2029 eine Satellitenkonstellation für Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung für Europa aufzubauen.

„Zukunft moderner Verteidigungssysteme“: Konzerne zeigen sich von Kooperation erfreut

„Die Zukunft moderner Verteidigungssysteme liegt im intelligenten und vernetzten Zusammenspiel von Sensorik und Künstlicher Intelligenz“, erklärte Oliver Dörre, Vorstandsvorsitzender von Hensoldt. Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-CEO von Helsing, bezeichnete CA-1 als „Angebot für eine glaubwürdige europäische Abschreckung“. Er betonte die Bedeutung einer eigenen Rüstungsproduktion für Souveränität und Überlegenheit der Streitkräfte.

Unabhängig von diesem konkreten Einzelprojekt betonte der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie: „Deutschland kann guten Gewissens eine zentrale Führungsrolle bei der europäischen Rüstung übernehmen, da wir über eine ausgeprägte industrielle Stärke verfügen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn. Die Auftragslage der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie ziehe spürbar an. „Dieses Momentum sollte nun konsequent genutzt werden, um das volle Potenzial unserer Unternehmen auszuschöpfen.“ (dpa, lf)