Lisa aus Grafrath hat bei der Sat1-Sendung „Kannste (nochmal) Kanzler?“ mitgemacht. Und Olaf Scholz souverän Fragen gestellt.
Grafrath/Berlin – Die Zwölfjährige Lisa Pree aus Grafrath war bereits vor drei Jahren an einem ähnlichen TV-Format beteiligt. Kein Wunder: Die Siebtklässlerin will, so berichtet es ihr Vater Frank Pree, Bundeskanzlerin werden. Er sagt: „Auch wenn das sehr fern scheint, unterstütze ich Lisa dabei natürlich und freue mich, dass sie sich entgegen dem üblichen Trend der Politikverdrossenheit für politische Themen interessiert.“
Die Schülerin des Brucker Viscardi-Gymnasiums war die Woche über mit ihrer „echten“ Klasse im Skilager, hat also die am Mittwoch ausgestrahlte Sendung noch nicht gesehen. Das kann sie wie andere Interessierte kostenlos nachholen: auf der Streaming-App Joyn. Ihre „Klassenkameraden“ in der Sendung waren Schüler aus ganz Deutschland, die für das Format ausgesucht worden waren. Die Dreharbeiten fanden von 13. bis 17. Januar in der Tesla-Gesamtschule in Berlin statt. Wie Lisa waren auch andere Kinder bereits vor drei Jahren bei der Sendung „Kannste regieren“ dabei gewesen.
Natürlich meldete sich die junge Grafratherin in der aktuellen Sendung gut vorbereitet zu Wort. Sie sprach den Streit zwischen Kanzler Olaf Scholz und Herausforderer Friedrich Merz an. Merz habe Scholz „peinlich“ genannt, der Kanzler antwortete, „Fritze“ verbreite „Tünkram“. Dieser Streit sei ein Teufelskreis, beurteilte es Lisa ganz routiniert. Ob die beiden nicht damit aufhören wollten? Scholz antwortet, man müsse zwar freundlich bleiben, das sei richtig, aber sich zur Wehr setzen, „wenn etwas nicht wahr ist“. Später berichtet Scholz auf Lisas Frage vom jüngsten Telefonat mit Putin.
Nach dieser spannenden Erfahrung hofft Lisa, dass sie bald wieder nach Berlin darf. Am besten in den Bundestag oder ins Kanzleramt.